Es hört niemals auf…!

Was für eine besondere Premiere – heute gehen selbst Eurem rhetorisch hochbegabten Lieblingsblog die Superlative aus, wenn er versucht zu beschreiben, wie sich zur Zeit Fußball in Dortmund anfühlt. Es ist einfach unbegreiflich unfassbar, was unsere Borussia derzeit auf dem Rasen abliefert –  nach dem Herzinfarktspiel in der Ukraine und dem Derbysieg wurden gestern en passant noch schnell die Roten Teufel galant mit 5:0 abgefrühstückt – Fußballherz was willst Du mehr?

Angesteckt von der allgemeinen Euphorie im Umfeld des glorreichen Ballspielvereins und angestachelt vom Derbysieg entschied sich sogar Teilzeitfußballfan Horst-Kevin  heute mit seinen Brüdern das Westfalenstadion zu besuchen – so dass die Bichs endlich mal wieder in trauter Viersamkeit ein Fußballspiel verfolgen konnten. Dementsprechend trafen sich die Wissenschaftsbichs zu arbeitnehmerfreundlicher Uhrzeit im bekannten Raucherbereich und demonstrierten mal wieder, wie man auf höchst komödiantische Art und Weise den Zug verpassen kann. Diese Mal sollte die Schuld beim Sohn stolzer Grillhausbesitzer liegen, der trotz eindrucksvollen Endspurts nur noch dem Zug hinterherwinken konnte. Da sich die Bichs aber ihrer sozialen Verantwortung durchaus bewusst sind, stiegen Horst-Kevin und Herwig auch nicht ein und mussten daher eine  halbe Stunde auf den nächsten Zug warten. Diese Zeitspanne wollten wir eigentlich zur Auffrischung unserer Vitaminhaushalte nutzen – leider ist der neue Essener Haubtbahnhof nicht sonderlich alkoholikerfreundlich ausgebaut worden, und so bekommt man erst nach endloser Odyssee hopfenhaltige Kaltgetränke – und dann noch nicht mal vom heiligen St. Auder. An dieser Stelle hoffen die Bichs, das zusätzlich zum Seniorenbeirat, der sich über Stolperfallen am HBF beschwert, nun bald auch der Alkoholikerbeirat der Stadt Essen angehört wird…

Im Zug gen Bierhauptstadt trafen wir dann auch noch auf unseren Lieblingsabenteurer, den wir schnurstracks mit in die Stube schleppten. Da ein echter Abenteurer keinerlei Probleme bei der Beschaffung von Getränken kennt, versorgt uns Indiana Gerdi auch recht zügig mit Brinkhoffs Bier und Würfelbechern, so dass wir alle nochmal die neuen Spendierhosen von Horst-Kevin bewundern durften.

Verhältnismäßig spät brachen wir mit den Ultras zum Stadion auf, so dass wir erst 75 Minuten vor Anstoß auf Kai-Uwe trafen, der uns  am Infostand der Fanabteilung erwartete. Schnell wurden die obligatorischen Kartendeals durchgeführt, so dass wir uns noch zur Familienzusammenführung in die Rote Erde begaben. Der Skibich hatte als besonderen Überraschungsgast noch den Astrologen MauriciusQ im Schlepptau, so dass wir  in persönlichem Gespräch mal die oder andere Differenz der letzten Tage ad acta legen konnten und beruhigt das Westfalenstadion betraten.

Auf unserem angestammten Platz im Block Drölf war es heute komischerweise leerer als sonst – ich behaupte einfach mal, dass dies der Ansetzung unter Woche geschuldet ist. Diese schien den Auto- und Weinbauern aus der Pfalz aber nicht allzu viel auszumachen und so bevölkerten ungefähr 3000 rot-weiße Schlachtenbummler die Nordtribüne. Zum Anstoß solidarisierten sich die Lauterer sogar per Spruchband mit der unserer „Kein Zwanni für nen Steher Aktion“. Die Anhänger der roten Teufel sollten zwar auf dem Platz bitterlich enttäuscht werden, machten aber trotzdem auf der Nordtribüne ganz gut Radau. Insbesondere nach dem 3:0 hatten sie aber gegen ein völlig ekstatisches Westfalenstadion nichts mehr zu melden.

Wie immer will ich nicht weiter aufs Spielgeschehen eingehen, obwohl ich gestern tatsächlich das meiste vom Spiel gesehen habe. Die Fahnenschwenker haben tatsächlich etwas mehr Rücksicht genommen und so haben die Bichs lediglich ein einziges Törchen (und das auch noch zum 5:0) verpasst. Mal sehen, ob wir diesen Trend fortsetzen können – vor dem Bayernspiel findet das langersehnte  klärende Gespräch statt. Mal sehen…

Nach dem Spiel gings dann wie üblich mehr oder minder geschlossen zur Stube, wo wir  noch kurz die Highlight in der Sportschau begutachteten, bevor wir pünktlich zur Ausstrahlung unseres Spiels die Lokalität verlassen mussten, um den letzten Zug nach Hause zu bekommen. Am HBF wäre es beinahe noch zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einem zwölfjährigen Kleingärtner und seinem norddeutschen Gegenteil gekommen, die Herwig aber glücklicherweise im Keim ersticken konnte. So ging es ohne weitere Vorkommnisse nach Hause, wobei mit nach Hause natürlich das Rullich gemeint ist, wo die Bichelite noch ein astreines A-Capella Konzerts gab, auf das sogar Nena und 1-Live stolz gewesen wären.

Samstag gibt’s sich der BVB dann in Deutschlands aufgeschlossener Hansestadt Nummer 1 die Ehre, wo jeder nach seiner Facon befriedigt wird. Mal sehen, wie die Spießer aus dem Revier damit umgehen… Wir gehen mit Dir wohin Du willst!

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