Willkommen zurück in der Realität

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , am Februar 8, 2010 von schnurzeletti

Bevor Jan von Liv diesen sympathischen Familienblog endgültig feindlich übernimmt, soll heute noch einmal der virtuelle Füllfederhalter des großzügigen Schlankheitsbichs bemüht werden. Da ich nach meinem letzten Bericht zurecht im Mittelpunkt der Kritik des überregionalen Feuilletons stand, da ich auf gewisse nebensächliche Einzelheiten verzichtet hatte – unter anderem vergaß ich den Bierigen, der nun der Limonige ist, als Pfandskerl (kein Rechtschreibfehler, liebes WordPress-Korrekturprogramm) zu bezeichnen – werde ich nun versuchen möglichst detailliert die Abläufe beim Ultrá Duell des Jahres zu beschreiben.

Nachdem das Bich-Umfeld am Freitag Abend gewohnt ruhig das Wochenende eingeläutet hatten, war es für mich am vorgestrigen Samstag ein leichtes die Pflichtübung sogenannte “Arbeit” in Anführungszeichen gewohnt souverän zu erledigen, so dass ich Samstag Abend zu keinen Schandtaten mehr bereit war und früh die Kirche des heiligen Sankt Pennematzes zur Messe aufsuchte. Dementsprechend ausgeschlafen verabschiedete ich am Sonntag Morgen den tapferen Ritter S. B. und ließ mich vom vieräugigen Wunderjungen per Fanastra in die Bierhauptstadt chauffieren. Die Reisegruppe komplettierten noch der eingangs erwähnte Superschurke JVL sowie der weltbekannte Skibich.

Leider verspäteten wir uns bei der Ankunft am Treffpunkt in Dortmund um das in der Fanszene äußerst beliebte akademische Viertel – glücklicherweise hatten die Herrenultras aus der Hauptstadt des Verbrechens noch nicht angegriffen, so dass sich nun dank unserer Präsenz endlich alle verhältnismäßig sicher fühlten. Zumindest so sicher, wie es eben geht, wenn die raubenden Horden aus FFM erwartet werden…

Nach ereignislosem Rumstehen vor der eigenen Lokalität, ereignete sich, um es vorwegzunehmen, das eigentliche Highlight des Tages: Auf der Suche nach einer Nahrungsquelle befolgten wir clevererweise den Vorschlag des schlausten Menschen der Welt und kehrten im Nudelhaus ein. Dort verköstigte uns der ansässige Italiener ohne Migrationshintergrund mit einer nicht außergewöhnlich guten Bolognese zu einem allerdings außergewöhnlich guten Preis. Ein Teller Macceroni sowie eine Portion Brötchen mit Butter rissen mit zwei Mark ein überschaubares Loch in das ansonsten prall gefüllte Geldsäckel des besserverdienenden Studentenpacks.

Irgendwann sollte es dann auch, nach kurzen Zwischenstopp zum Runterwerfen einiger Lammkoteletts, in schönste Westfalenstadion der Welt gehen, um sich die “Pflichtübung” gegen die Eintracht vom Main anzusehen. Wurde vorab nur über die Höhe des Sieges diskutiert, zeigten die Hessen unserer jungen Mannschaft tatsächlich die Grenzen auf. Trotz zwischenzeitlicher Führung waren wir im eigenen Stadion nie wirklich Herr der Lage. Sehr schade, zumal wir gegen einen potentiellen Konkurrenten Boden hätten gut machen können. Aber trotz der Welle der Entrüstung auf Tribünen und in Foren noch (!) nicht weiter dramatisch. Selbst bei der einkalkulierten bei Branchenprimus in München, hätten wir noch mindestens zwei Punkte Vorsprung auf Platz sechs. Auch nicht schlecht, wenn man bedenkt in welch prekären Situationen man sich zu diesem Saisonzeitpunkt vor noch nicht allzu langer Zeit befand.

Leider passte sich auch unsere Leistung auf der Tribüne der unserer Kicker an – und so hatte der viel zitierte Funke auch nie wirklich die Gelegenheit überzuspringen. Insbesondere dem Block Drölf ist leider ein schlechtes Zeugnis auszustellen, versteht man sich doch auch sonst als Motor der Tribüne. Lediglich die ersten zehn Minuten konnten man das interne Ultraduell gewinnen, danach allerhöchstens noch unterer Durchschnitt – sicherlich nicht das, was die Mannschaft und vor allem wir selber von uns erwarten!

Nach dem Spiel dann wiederum keine Vorkommnisse, so ging es ganz entspannt gen Heimat, wo ich mich trotz zwanzigminütiger Verspätung noch in der obligatorischen Sonntagsabendstatort hineinfinden konnte, was wohl schon alles über dessen Qualität aussagt. Und da mir kein pathetischer Spruch einfallen will, endet diese Bericht so unspektakulär wie der gesamte Tag!

Von Underdogs, Kleebären und Deeskalationshunden

Veröffentlicht in Jan von Liv erklärt die Welt mit Tags , , , , , am Februar 6, 2010 von schnurzeletti

Der Schrankwart lädt zum Kegeln und alle versammeln sich. Alle? Nein! Der Metrische musste leider auf einer Karnevalssitzung Witze erzählen, Ewald und Kai-Uwe wollten lieber die Sek-SV von HRO angreifen, der älteste Mensch hatte in Alterssenilität vergessen, dass die 2. Bundesliga schon um 18 Uhr anstößt. Andere Menschen stoßen sogar noch früher an und machen im Bahnhofskneipenhopping den Städtepunkt Oberhausen bei einem köstlichen Altbier mit einem klitzekleinen Schuss Cola klar und begutachten das in Oberhauesen urbanistisch und stadtmorphologisch praktizierte Prinzip der toten Innenstadt. Und weil es so viele Ausfälle auf schwarzgelber Seite gab war sich 1860 (mal wieder) nicht zu schade das Kontingent wieder aufzufüllen.

An der Stadionkasse ging es dann erfreulicherweise recht schnell von Statten. Eigentlich ist es jedoch ein trauriges Indiz. In euphorischen Zeiten zu Beginn der Saison verpassten wir vor lauter Andrang noch den Anpfiff, heutzutage wo die Macht vom Niederrhein und vom Ruhrpott sowieso im Tabellenkeller rumkrebst verlaufen sich nicht einmal 5000 Unentwegte ins Niederrheinstadion. Da gibt Oberhausen schon ein schlechtes Bild ab, gleichwohl es natürlich in direkter Konkurrenz zu den blauen Hurensöhnen, zum MSV und selbst zum RXE, der, obwohl zwei Klassen niedriger angesiedelt, mehr Zuschauer anzieht, steht.

HRO wusste direkt mit Anpfiff zu gefallen und überzeugte mit einem schön anzusehenden Intro. Fahnen in dreierlei Farben als Tricolore in Blockgröße arrangiert, Rauch und Stroboskope. Mal sehen ob wir das morgen von den Frankfurter Würstchen auch zu sehen bekommen wenn die Ordnungsmacht mittlerweile schon Sprengstoffspürhunde einsetzt um auch den letztmöglichen Keim im klinisch desinfizierten Fußball zu tilgen. Die erste Halbzeit war für uns Fußballästheten ein Augenschmaus, die von der zweiten nochmals getoppt wurde. Dem netten Intro folgte ein recht keckiger selbstkritischer Umgang mit verpassten Chancen und einem damit verbundenen Platzverweis. Dürfte wohl einmalig gewesen sein, dass ein Spieler vom Platz fliegt weil er mit Sand nach dem Linienrichter wirft. Manieren sind halt wieder in Mode. Konnte man auch darin erkennen, dass sich Rostock während des Spiels auch noch einmal förmlich und lautstark der versammelten Runde als Hooligans vorstellte. Als Rostock sich dann jedoch zur Nummer eins im Pott proklamierte war das Maß selbst für RWO voll und der Kleebär netzte nach 750 torlosen Minuten zweimal ein. Am Ende des Tages also ein 2:1 Heimsieg und drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Der Rückweg war dann auch recht keckig. Zuerst vollführten wir am Bahnsteig die eisenbahnerische Königsdisziplin: Am Bahnsteig stehen und nicht mitkriegen, dass der Zug ein- und auch wieder ausfährt. Was wäre passiert wenn sich Robert Enke so dumm angestellt hätte? Niemand hätte aus dieser schrecklichen Entgleisung seine Lehren ziehen können! Die Welt wäre um ein Medienereignis ärmer gewesen. Zum Trost wollte der örtliche Budenbesitzer Herwig tatsächlich eine Dose Veltins schenken. Zum Glück fuhr ja bereits um 20:31 aus Gleis 4 der nächste Zug. Die halbe Stunde Wartezeit wurde uns jedoch darin versüßt, dass Rostock, welches mit Freibier schon am Hbf empfangen wurde am Bahnsteig gegenüber noch ein Tänzchen mit den Bullen veranstaltete. Schön zu sehen, dass sich manche Szenen auch einfach mal wehren wenn sie völlig übertrieben direkt mit Deeskalationshunden und inadäquaten Personaleinsatz angegangen werden. Zum Glück hat die Oberhausener Youtubeultraszene alles dokumentiert. Die S3 zwischen Essen und Oberhausen führt neuerdings auch über Angola. Anders kann ich mir nicht erklären, dass eben jener Zug beschossen wurde obwohl topographische keine Anzeichen darauf hindeuten!

Da die Fußballelite jedoch auch noch vor das Leder treten sollte ging es auf eine sehr erfolgreiche Suche nach einem Rüttenscheider Etablissement. Unter dem Strich haben wir jedoch alles wichtige des Spiels gesehen und das In-Lokal Brunnen-Hotel blieb uns erspart. Seriöse Menschen gehen nach Schlusspfiff und ein paar Bieren auch einfach nach Hause. Aber auch wenn der Abend zumindest mal als Kegelevent angedacht war wird gerne etwas tiefer ins Glas geschaut und irgendwann auch dem Würfelsport gefrönt. Und wenn man erst um 10 Klausuraufsicht hat kann man ja getrost noch seine 10 Bier trinken. Leider wurde auch relativ oft geklopft sodass dann auch die eine oder andere äußerst günstige Baileysrunde (In diesem Lokal dürfte tatsächlich Baileys ausgeschenkt werden) am Tisch verköstigt wurde. Leicht unseriöse Menschen gehen spätestens dann nach Hause. Aber wir mussten noch zumindest kurz in die Familienkneipe um unser Deputat einzufordern. Da das leider nicht klappte musste das uns Zustehende halt mit Würfelkraft errungen werden.

Irgendwann sollte jedoch auch dieser Abend sein Ende finden. Und weil mir der kurze Heimweg im Vergleich zu den anderen Keglern, die alle im Kneipenumfeld wohnen noch zu unspektakulär war machte ich mit dem 38er-Express noch eine kleine Studienreise nach Kamen. Tendenziell eher unorthodox dort auszusteigen wenn man dort nicht wohnt. Aber was macht man nicht alles um genau 24 Stunden, nachdem man die Wohnstatt verlassen hat dort wieder aufzuschlagen. Blöderweise muss ich aber wohl meine Stimme in Kamen vergessen haben.

Die gestern aufgeworfene Frage zum Brainfreeze kann ich dahingehend beantworten, dass der Schmerz möglicherweise durch einen Kältereiz im oder am Gaumen erzeugt wird der aus der kälteinduzierten Verengung der Blutgefäße resultiert. Dopplersonographisch konnte in Einzelfällen bewiesen werden, dass die Durchblutung der mittleren Hirnarterie bei Betroffenen abnahm, eine tatsächliche Abkühlung oder gar Gefrierung des Hirns oder anderer Schädelkomponenten ist jedoch Humbug.

Ein erschreckendes Gesicht

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , , am Februar 2, 2010 von schnurzeletti

Da WordPress in den letzten Tagen immer genau zur Feierabendzeit rumzickt und lange Ladezeiten das Erstellen präziser, satirischer und erheitender Erlebnisberichte verhindern, muss der geneigte Leser zur Zeit leider bis in die Mittagstunden warten, um an den Geschehnissen rund um Borussia und Bich teilhaben zu können.

Am vergangenen Sonntag ging es – Mitfahrerticket und Dominik Jahnke sei Dank – zum Schnäppchenpreis mit dem Unternehmen Zukunft in die badenwürttembergische Landeshauptstadt. Die Reisegruppe um das heute zehnköpfige Bichumfeld wurde noch von diversen sogenannten “Fans” in Anführungszeichen aus dem gesamten Ruhr-Biet ohne GE komplettiert, so dass einer heiteren Hinfahrt nichts im Wege stand. Noch inspiriert vom Bildungsausflug in das Kloster von St. Auder, labten sich die drei durstigen Vierlinge auch entsprechend am Nektar aus der sympathischen, kleinen Familienbrauerei. Auch der Rest der Szene läutete den Sonntag mit diversen Köstlichkeiten heimischer Braukunst ein, so dass Emma, der Fanbetreuer, – dem Flaschenpfand sei Dank – seinem Sohn, der den Namen eines Sternes trägt, sicherlich eine vernünftige Collegeausbildung spendieren kann.

Aufgrund der frühen Abfahrtszeit waren die Züge auch angenehm leer und so gab es nur eine einzige Spießerin, die der verbalen Kompetenz der Pottproleten nicht gewachsen war. Ihr dummer Spruch, dass sie sich vor einem BVB-Schal erschrecken würde, wurde geschickt gekontert, dass wir uns ja auch nicht beschweren, obwohl ihr Gesicht ebenfalls einen äußerst erschreckenden Charakter aufweist.

Entsprechend lustig erreichten wir dann auch bald Stuttgart, wo wir selbstverständlich von unseren Freunden und Helfern in Empfang genommen wurden. Doch was war das? Anstatt wie sonst von einem martialischen Aufgebot sofort sanft Richtung Stadion geleitet zu werden, durften wir uns tatsächlich frei bewegen und wagten noch einen kleinen Ausflug in die Innenstadt. Dort mußten wir aber bald feststellen, dass die gemeine “Schabe” (sg.de Slang – iss klar, ne?) sonntags wohl allerhöchstens in die Kirche geht, und so fanden wir erst nach intensiver Suche ein Gasthaus, welches mit traditioneller Speisekarte “zu gefallen wußte”.

Frisch gestärkt machten wir uns nun auf den Weg zur Baustelle Stadion, wo wir die ungewohnten Plätze in der Heimkurve einnehmen mußten. Eigentlich ist es ja ganz reizvoll dem heimischen Anhang in die Augen zu schauen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen zu motivieren. Leider wollte der Funke heute, trotz drei Vorsängern, nicht auf den weitläufigen Gästesektor überspringen. Sehr schade. Unglücklicherweise gab auch das Spiel keinen Anlaß zur Freude, da die dezimierte BVB Mannschaft nicht an die Höchstleistungen der vergangenen Wochen anknüpfen konnte und somit auch folgerichtig zur Halbzeit mit 1:0 in Rückstand lag. Die Stuttgarter um das Commando Karstadt waren sich auch nicht zu schade, mal wieder ein paar Kuttenfahnen zu zeigen – schön zu wissen, wie in Baden die Ultrá Prioritäten gesetzt werden…

Zur zweiten Halbzeit gab es dann etwas gutenmenschfeindliche Pyrotechnik im Gästeblock, was zwar mal wieder für unnötiges Rumgepöbel in den diversen Fanforen sorgt, aber immerhin den Dortmunder Anhang kurzzeitig aufweckte und zumindest für 15 Minuten angemessene Stimmung in der Kiste war. In dieser Zeit verschossen die Stuttgarter sogar einen Elfmeter und der Ballspielverein erkämpfte den Ausgleich. Endlich mal Wasser auf den Mühlen derer, die noch immer behaupten, dass man tatsächlich als Fan etwas bewegen kann. Leider fingen wir uns nach einem Freistoß noch ein meines Erachtens überflüssiges Gegentor ein und die Schlussoffensive ging auch irgendwie nach hinten los. Schade, aber kein Beinbruch, spielten doch die anderen Mannschaften ausnahmsweise mal für uns. Wenn wir nächste Woche gegen die Herrenultras aus FFM gewinnen, sieht alles gut aus!

Dementsprechend hielt sich die Enttäuschung nach dem Spiel in Grenzen und nach kurzer Stärkung am HBF konnten wir den Zug gen Heimat besteigen. Wie sich im Nachhinein herausstellte war es ein durchaus kluger Schachzug nicht mit dem ICE zu fahren, hatte dieser doch am Ende über 100 Minuten Verspätung. Außerdem wäre der Schaffner dort sicher nicht so kulant gewesen und hätte den Limonigen dreimal ohne Konsequenzen beim Rauchen erwischt und sich außerdem noch bezüglich der Berufstätigkeit seiner Mutter beleidigen lassen…

Frühstück bei Sankt Auder

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , am Januar 28, 2010 von schnurzeletti

Der chronologische Spannungsbogen beginnt heute erzwungenermaßen bereits an einem Mittwoch Morgen. Um genau zu sein am 55. Jahrestag der Befreiung der U-Bahn-Endstation im fernen Osten um Zehn Uhr morgens in den sakralen Gemäuern von Sankt Auder zu Altenessen! Dort empfing uns in sportlicher Jacke der Gerd, seines Zeichens ehemaliger Brauer des Hauses und stellte erst einmal fest: Wer hier arbeiten wolle (bei Stauder wird noch geraucht!) brauche eine starke Leber! Wenn man seinen Anekdoten im Fortgang so lauschte kann man das nur unterschreiben. An Heiligabend morgens mit seinem Schwager mal ne Flasche Whiskey trinken, kleinen Pennematz nach dem Mittagessen und zum Abschluss nochmal acht Kannen Bier. Wer das schafft ist offensichtlich prädestiniert um bei Jacob Stauder eine Anstellung zu finden.

Es folgte ein kleiner, 2-stündiger Propagandafilm über die Seele, das Leben und die ökotrophologischen Höchstleistungen des herrlichen Gerstensaftes. Es enthält Vitamine, Mineralien, kein Fett, wenig Alkohol – ein absolut natürliches und sehr gesundes Getränk. Im Anschluss ging es auf eine Tour durch die Brauerei um die Technik und die Verfahren auch live vor Ort bewundern zu dürfen. Untermalt natürlich wieder von Erlebnissen einer 40-jährigen, dienstlichen Säuferkarriere: Das ideale Versteck vor dem Chef ist auf der Tür und Bacardi Cola hat früher 25 Peseten gekostet! Entstammt wahrscheinlich der gleichen Feder wie die Behauptung, früher hätte man für einen Nickel ein Steak im Restaurant, in Bund Zwiebeln, einen Kinobesuch und ein Eis kaufen können. Und man habe sogar noch etwas rausbekommen. Der Gerd ist schon eine kleine Persönlichkeit.

Zusätzlich verteilte er auch noch spitze Bemerkungen bzgl. Leibesfülle und Inteliganzgrad. Leider setzte aber seine mobile Soundanlage just in diesem Moment aus, sodass wir, im Gegensatz zur restlichen Veranstaltung Probleme hatten den eloquenten Klängen akustisch wie auch inhaltlich zu folgen. Aber man will ja keinen scharf angucken, denn 40 Jahren Trinken hinterlassen nun einmal ihre Fußabdrücke. Wer sich täglich seine 8 bis 10 Liter reinschraubt (Bei dieser unerträglichen Hitze muss man einfach Mundraub begehen!) wird halt gut konserviert. Genauso gut wie die Toten, die jeden ersten Montag im Monat zum Saufen vorbei kommen. Saufen ist nunmal das Wichtigste – und das stellte er auch immer wieder heraus! Da muss man sich ja nichts vormachen wozu man bei einer Brauereibesichtigung ist. In den sonstigen Berichten ist ja meist das runde Leder das Wichtigste. Das Thema sei in diesem Bericht mit dem mittlerweile kuriosestem und wohl skandalösestem aber auch lächerlichsten Stadionverbot abgehandelt: Wer es sich bei den Blauen als Mitarbeiter der Arenagastronomie innerhalb der VIP-Zone gut gehen lässt fliegt raus – und bekommt SV. Respekt meine Herren!

Nach rund 90 Minuten anschaulicher und interessanter Technikschau inklusive Kostprobe frisch aus dem Hahn ging es dann auch endlich in den Gastro-Keller wo schon einige Brötchenplatten bereit standen. Denn man sollte beim Trinken nie aufhören zu Essen. Mal nen Frikadellchen, mal ne Salzstange oder ein paar Erdnüsse. Allerdings niemals zu viel essen, denn sonst passt kein Bier mehr rein. Dies beherzigten wir und genossen Runde um Runde dieses vorzüglich gezapften königlichen Getränks. Leider sollte diese illustre Runde jedoch ein jähes Ende finden und wir per Bus und Pedes zurück gen Uni kommen. Schließlich musste man dort noch ein von Studiengebühren finanziertes Pils abstauben, über demokratische Richtlinien fachsimpeln und das Matrixproblem des Inkompetenzels lösen. Wie kann man sich nur dermaßen das Wasser vom Brot nehmen lassen?

Danach auf dem Weg zum Hauptbahnhof noch kurz am Weihnachtsmarkt inne gehalten und 12 Lumumbas getrunken. Weil sich Familie Bich abends noch in Recklinghausen zum politischen Kabarett eingekauft hatte erschien es am keckigsten dort einfach noch ein Keckfass zu trinken. Trotz präventiver Recherchen und Insiderkenntnissen schafften wir es nur zur Bahnhofskneipe auf der anderen Straßenseite. Dort wussten die Würfelbecher einmal wieder zu gefallen. Schocken mit 25 und Re, Reizen und Einbauküche. Und weil das Kabarett ja erst um 8 Uhr beginnen sollte zog sich die Zauberei über rund vier Stunden. Dementsprechend ging es dann recht betrunken entweder ins Festspielhaus oder nach Hause. Dort bekam ich in diesem Zustand auch noch einen Anruf aus Norderney, die Postkarte sei angekommen. Und wenn sie bei Papa im Briefkasten lag, dann dürften auch Vati und Onkel ihre Post bekommen haben. Sollte man die Tage mal überprüfen! Noch mehr ältere Herren, die absolut kein Problem mit Alkohol haben.

Schließen will ich mit einem Ratschlag von Gerd an uns, an euch, an die Menschheit: Trinkt eins mehr!

Totale Ekstase

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , am Januar 25, 2010 von schnurzeletti

Geliebtes Bichumfeld,

nach zehn äußerst eloquenten und intellektuell hoffentlich außergewöhnlich stimulierenden Berichten ín Folge von JVL, schreibt heute mal wieder der gemeine Bich für den asozialen Pöbel vor den Bildschirmen. Viel ist passiert und nicht alles kann hier niedergeschrieben werden, daher verweisen wir aus Platzgründen an die links stehenden fleißigen Blogger vom Ballspielverein für einen Bericht aus Köln.

Nun aber zum Wesentlichen, der kommende deutsche Meister empfing am vergangenen Samstag das Hamburger Kanonenfutter, ein gefundener Anlaß für den unter Adipositas leidenden Bich seine Familie samt Umfeld zum ausgiebiegen Samstagbrunch einzuladen. Neben den üblichen Ruhrgebietsköstlichkeiten wurde auch das äußerst süffige Stauder Pils gereicht, was aber bei dem einen oder anderen Gast erst einmal auf wenig Gegenliebe stieß. Der älteste Mensch der Welt informierte uns dankenswerterweise noch über den Treffpunkt des blau-weißen Vizemeisterabschaums, sodass wir gemütlich um 13.30 nahezu ohne Feindkontakt in die Bierhauptstadt reisen konnten.

Im Zug dann die erste skurile Begegnung des Tages, als Herwig und Kai-Uwe, konsequent im Jogginghosenlook  (danke für das Foto an Hubert),  auf die Mülheimer Altenpflergerszene trafen. Ein munteres Pärchen irgendwo im nicht näher zu definierenden Alter von 40 aufwärts, welches sich die regelmäßigen zahnärztlichen Vorsorgeunteruchungen nicht länger anzutun braucht, saß den beiden Fettschweinen gegenüber und so entwickelte sich selbstverständlich eine angeregte Diskussion über Utopien und Religionsphilosophie. Leider konnten aber nicht alle Mitreisenden mit uns einen Konsens finden, und so erregte sich ein Mitfahrer mit Migrationshintergrund (der Vollständigkeit halber kein Anhänger des Gossenvereins…..) über Herwigs Interpretationen. Schade aber, dass er unser Diskussionsangebot ausschlug und lieber das Abteil verließ.

Nach kurzer Stippvisite in der sTUbe, komplettierte der beliebteste Taucher der Szene nun die illustre Reisegruppe und wir verfolgten gemütlich die Bundesligakonferenz, wobei insbesondere der Ausgleich in Bochum sowie der Sieg “unserer” Bayern frenetisch bejubelt wurden… Herwig brillierte derweil am Würfelbecher und schaffte es tatsächlich sich den ganzen Tag schadlos zu halten. So ging es nun gelaunt und voller Vorfreude ins Westfalenstadion, wo meine hohen Erwartungen tatsächlich voll erfüllt werden konnten und das sowohl auf dem Platz, wie auch der Tribüne. Der Dortmunder Anhang war heiß, das Stadion kochte förmlich und schrie die Borussia neunzig Minuten nach vorne. Die Partie war klasse und trotz weniger Torchancen auf einem äußerst hohen Niveau. Eigentlich unfaßbar, dass der BVB die nominell deutlich überlegenen Gäste aus der Hansestadt über die gesamte Spielzeit dominierten und fast keine Chance zuließen. An dieser Stelle mal ein großes Kompliment an die Mannschaft!

Einziger kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass uns trotz der viel beschworenen Rücksichtnahme wieder überproportional häufig die große Schwenkfahne den Blick versperrte. So verpasste man selbstredend, wie Nelson Valdez ausnahmsweise das Seitenaus verfehlte und den Ball im Netz versenkte. Schade, sicherlich eine Szene mit Seltenheitswert… Wurde man bei dem Versuch in der Halbzeit ein klärendes Gespräch zu führen noch auf die “Definition von Ultra” verwiesen, so stieß man anschließenden Resumé in der Kneipe doch auf offene Ohren. Bleibt zu hoffen, dass der Konsens länger als 14 Tage Bestand hat…

Aber zurück zu den erfreulichen Dingen des Tages: die Dortmunder Kneipenwirte durften sich sicherlich noch über das ein odere andere zusätzlich verkaufte Fangetränk freuen, die gemeine Bichleber über den ein oder anderen zusätzlich zu verarbeitenden Giftstoff, die Anwohner der Stube über ein wahrhaft wunderschönes Konzert und die Gäste der Bad Taste Party am Essener HBF über außergewöhnlich zivilisierte Gäste, deren Benehmen sich keinesfalls dem Kleidungsstil anpasste.

Alle sehen ein, Du wirst Meister sein!


Trainingslagerbich, Tag 8

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , am Januar 11, 2010 von schnurzeletti

Beginnen möchte ich heute mit der üblen Nachrede durch Gotto. Er nannte mich und euch „Die Gebrüder Bitch“! Skandal! Nach Wiederankunft in Marbella (Inkl. Pinkelpause auf der Autobahn, das Cider von der Tanke ggü. vom Stadion war einfach zu köstlich) noch auf einen Abstecher in die Karaoke-Bar am Hafen, für scheiße befunden, wieder zurück und dann im Hotel noch den einen oder anderen Dégestif vernichtet. Es folgte der letzte Tag der Marbella-Exkursion.

Der Morgen begann für einige relativ verkatert, andere reihten sich ein in die Riege von Montezumas Opfer. Schnell die eigenen Klamotten aus dem Chaos gefischt und gepackt, ausgecheckt und ab zum Trainingsplatz. Denn Training ist, auch am letzten Tag noch, Ehrensache! Die Sponsorenedelfans waren auch schon eingeflogen. Volk, auf das man verzichten hätte können, sind wir doch die wahren Edelfans. Aber diese Wertschätzung wird auf Vereinsseite wohl nicht so sehr gelebt. Es wäre ein leichtes gewesen, das Testspiel um eine halbe Stunde vorzuverlegen, war doch bekannt, dass so gut wie alle am heutigen Sonnabend abreisen. Aber nein, die Herren Spieler müssen ja um 14 Uhr zu Mittag speisen. Somit konnten wir nur die erste Halbzeit gucken. Wenn wir die zweite Halbzeit nicht gucken können – dann gibt’s auch keine! So läuft der Hase!

Bei den Gladbachern, die ja ebenfalls in Estepona waren, gab es für die Pauschaltouristen des Fanprojekts sogar noch ein gemeinsames Abendessen mit der Mannschaft. Aber sowas traut man sich wohl beim BVB nicht. Es bestünde ja die Möglichkeit der Eskalation – und am Ende Spieler wie Fans auf den Tischen tanzen – und es den Herren Millionären gefallen könnte. Quel Malheur! Folglich entschwand der Dortmunder Szenehaufen ganz sang und klanglos ohne Verabschiedung während der Halbzeit des Ost-West-Klassikers gegen Cottbus. Die Nachfolger im Paradise of Football waren heute auch schon da. NAC Breda, Kennern der Szene und Liebhabern der Schwarzen Perle aus Afrika Matthew Amoah ein Begriff, sowie FK Pelister übernahmen den Staffelstab. Das Spiel war recht ansehnlich, deutlich besser als das Spiel gegen BMG. Es soll jedoch auch verloren worden sein. Verloren haben auch die Hunde neben dem Trainingsplatz. Die wurden augenscheinlich heute alle verbrannt.

Das Vormittagstraining hingegen war geprägt von wirklich äußerst harten Einheiten. Viel rumstehen, Ball hochhalten mit Ohrenschnippern, Lesen, Freistöße üben und auf Mülltonnen schießen. Respekt. Man kann sich kaum noch mehr verausgaben. Teddy brüllte irgendwann nochmal ein „Plette! Wasser!“ über den Platz. Aber da muss er sich vertan haben. Für Wasser gibt es kompetentere Ansprechpartner. Interessanter war zum Ende der Einheit das Missgeschick, einen Ballversehentlich in eine Palme geschossen zu haben. Dieder klemmte dort oben nun fest und eine Handvoll Spieler versuchte diesen wieder zu bekommen. Herausschießen oder Herauswerfen stellten sich als semi-produktiv heraus, da der Ball entweder auch oben blieb oder den ersten nach unten beförderte selbst aber dann oben blieb. Am Ende kam eine lange Leiter zum Einsatz, die das Elend beendete.

Für die geifernden Penner von der Presse natürlich ein gefundenes Fressen, sodass diese das Elend unter Dauerfeuer nahmen. Lächerlich. Zur Strafe viel dann der allerletzte Ball natürlich auch aus 6 Metern Höhe direkt auf einen Kopf der Mongos (Was ist ein Flamingo mit nur einem Bein?). Zwischen den Trainingseinheiten gab es einen Abstecher beim Restaurant El Capitan, eine kleine Runde in der Spielothek und einen Besuch im Hotel. Gerd hatte seine Schlafanzugbuxe vergessen.

Mit Halbzeitpfiff machten wir uns dann auf zum Flughafen nach Malaka. Nochmal die 3-l-Flasche Smirnoff mit der Reisetasche eingecheckt, bei BK noch schnell nen Happen gegessen – und dann erfahren: In Weeze geht nichts! Im Vorfeld wurden die Horrormeldungen aus der Heimat eigentlich immer als Märchen abgetan, weil der Betrieb relativ reibungslos verlief, am Schalter in Malaga hieß es dann aber: Wir wissen nichts, der Flieger muss erstmal aus Weeze rüberkommen bevor wir zurückfliegen können. Beim Einchecken hatte der Bierige dann komischerweise Übergepäck. War ja klar, dass die Schlafanzugbuxe Schuld war und ins Handgepäck wandern musste. Das dauerte dann noch einmal 4 Stunden, sodass wir dann recht unspektakulär um halb drei circa in Weeze landeten. Dort die Autos ausgegraben und los. Im Endeffekt war das der einzige Flug der überhaupt durchgekommen ist. Nochmal Glück gehabt. Man munkelt, dass gewisse Reisende in Sevilla auf Dienstag umgebucht wurden. Ryanair ist einfach ein Traum. Wobei man ihnen zu Gute halten muss, dass auch wir einen 5-€-Verzehrgutschein bekommen haben. Witzig war noch, dass Ausweis eines Mitreisenden durch die Verspätung abgelaufen ist und seine Gültigkeit verloren hatte. Sinnig hingegen, dass unsere Chefstewardess, wie auch die Fotze, die uns das alles eingebrockt hat, auch Daisy hieß. Zum Schluss, geht der letzte zu vergebene Preis an den Bitte-Melde-Dich-Award-Träger: 17,5 Stunden Schlaf.

Wir habe jetzt 6 Uhr, Gute Nacht!

Jan

Trainingslagertagebich, Tag 7

Veröffentlicht in Jan von Liv erklärt die Welt mit Tags , , , , am Januar 10, 2010 von schnurzeletti

Veröffentlicht wird dieser Bericht erst leicht verspätet und leicht betrunken! Der Tag begann gewissermaßen mit dem Nachmittagstraining. Und dieser wiederum mit dem Weltzitat von Kloppo. Anwendbar für Fußball, Discobekanntschaften und Verkehrssituationen: Wenn der Ball scheiße ist, geh richtig drauf! Und Stikkum hat sogar eine direkte Vorlage für Tele Santana beim Flankentraining gegeben. Danach gab es noch eine Trainingseinheit aus der Jugend. Ball hochhalten in der Runde, wer verliert kriegt einen Ohrenschnapper! Nach Aussage von Trainingskibitzen ist das ziemlich homo!

Nach dem Training stand endlich das einzige höherklassige Match auf der Agenda. Malaga gegen Getafe, Copa del Rey, Achtelfinale Hinspiel. Allerdings war das Stadion ungefähr garnicht ausgeschildert und wir erreichten das Stadion nur nach mehrmaligem Nachfragen. Trotzdem hatten wir dann auf dem offiziellen Parkplatz einen offiziellen Parkwächter, der just einen Euro Parkgebühr verlangte. Auf den Deal, 1 Euro für 1 Bier, willigte er nicht ein, sodass wir ihm dann einen Euro für einen, wie er meinte, Milchkaffee gaben. Danach ab zur Kasse, vier Karten erstanden, quasi schon eingepackt, dann ging das wilde Gestikulieren in der Kabine los. Ob wir nicht noch bessere Plätze haben wollen. Ja gut, bis wir das endlich mal gerallt hatten, dass es sich um Unterrangsitze handelte willigten wir ein. Im Endeffekt waren das Plätze in Reihe 1 – direkt hinter der Bank von Malaga. Unangenehm!

Im Stadion selbst hätte man meinen können, man befände sich bei Preußen Malaga: Zwei große Fanblöcke quasi gegenüber von einander, die auch gegeneinander singen im sonst eher leeren Stadion. Frente Bokeron gegen Malakas Hinchas! Aber was diese Fanblöcke zum Besten gaben erinnerte uns an unsere Heimat. Man sang auf die Melodie von Go West, besang die Schatten bei Mondlicht und freute sich bereits auf den Europapokal. Die Balljungen hatten keine Bälle und die Normalos kippten sich die Erdnussflips auf die über den Schoß gestülpten Picknickdecken. Die Mütter der Fans von Getafe frönen hingegen wohl eher dem Kraftsport und treten des Nachts bei Strongwomenwettbewerben im Sportfernsehen auf. Zumindest wurde dies besungen. Zwei Reihen hinter uns waren übrigens die Hopperschweine Uwe Kamps und Jörg Stiehldufotze zu Gast.

Das Spiel war ganz ansehnlich. Malaka gewann verdient mit 2:1 wobei der Anschlusstreffer von Getafe recht dumm für Malaga gefallen ist. Heber übern Torwart drüber. Muss nicht passieren. Unsere Plätze in der erste Reihe boten uns auch noch die Leiden der Spieler, die verletzt vom Platz getragen werden mussten. Das war noch näher dran als bei den Amateuren. Nimmt man gerne mal mit.

Nach dem Spiel gab es das reinste Verkehrschaos. Direkt am Parkplatz offenbarte sich wieder mal der Spanier an sich. Eine Straße mit zwei Fahrstreifen, je eine in eine Richtung, wurde flux in eine Straße mit 5 Fahrstreifen umgewandelt, wobei auch noch zusätzlich der Bürgersteig komplett befahren wurde. Alles in eine Richtung versteht sich. Infolge dessen verfuhren wir uns auch noch und bogen in einem Kreisverkehr zu früh ab. Just waren wir in einem Gewerbegebiet und wunderten uns über die vielen Lagerfeuer am Wegesrand. Gut, wir sahen dann kurz drauf, dass es sich hierbei um die überaus geilen Nutten handelte – die als Tribut zu ihren megakurzen Strapsen einfach ein paar Europaletten entzündeten. Angekommen in Marbella gingen ob der sehr späten Ankunftszeit auch recht schnell die Lichter aus. Trotzdem gingen eben diese auch sehr früh wieder an – und zwar in Form des Bierigen, der um 6 Uhr morgens noch von den Erlebnissen des Abends berichten wollte.

Am Freitagmorgen wieder Training – Ehrensache! Das hat allerdings nur semi-optimal funktioniert. Etwa die Hälfte war am Platz, wo dann leider wieder nur gelaufen wurde. Aber Training ist immer noch Ehrensache! Neben der Norbert-Dickel-Gedächtnis-VIP-Tribüne für die Oberasis freuten wir uns auf das Match des Tages. Diese Edelfans sind echt die unterste Schubalde. Ekelhaft wie diese gutbegüterten Spasemacken selbst um den billigsten Kaffee feilschen und dann, im Falle der Niederlage noch den Kürzeren ziehen. Auf solches Volk kann man echt verzichten! Daher mal was anderes im sehen. Der geübte Hopper wird Gibraltar im Kopf haben.

Nach dem Training ging es direkt eben in dieses Gibraltar! DIE Chance am letzten Tag noch für Kultur. Also auf die Autobahn und ab dafür! An der Grenze dann (leider ungewollt) durch ein ziemlich geiles Fahrmanöver eine mindestens halbstündige Warteschlange umgangen und uns an Warteplatz 3 wieder eingereiht. Rübergemacht und englische Kultur mit Sommerfeeling genossen. In Gibraltar direkt war dann erst einmal das Cable-Car wegen des Windes außer Betrieb sodass wir mit dem Bus vorlieb nehmen mussten. Trotzdem sahen wir somit Sehenswürdigkeiten, die dem sonstigen Volk verborgen geblieben worden wären. Die Tropfsteinhöhlen sind zwar für den populärwissenschaftlichen Touristen interessant, der gewiefte Geomorphologe bekommt jedoch Tränen in den Augen, wie mit diesen Höhlen verfahren wird. Alles voller Algen und sogar Farne. Aus speläologischer Sicht muss man hier eindeutig ein grottenschlecht erteilten! Die andere naturwissenschaftliche Challenge hat jedoch Spuren hinterlassen. Das biergerdische Husten ist schon leicht tuberkolös!

In Gibraltar absolvierten wir dann das komplette Kuttenprogramm: Affenbilder, Fish-and-Chips-Essen (wobei ich Stilecht eine Chicken and Mushroom Pie mit ordentlich Gravy gegessen habe) und Sightseeing-Tour auf dem Berg. Anschließend noch nen paar 20 Cider im Pub getrunken und dann zum Megaground. Haben sogar noch den Vorher- und Nachhertest der Rollbahn / Bundesstraße gemacht. Im Sports District knallte es dann bei Leo Santos & Friends vs. St. Josephs FC: 0:3! Aber bei diesem unterklassigen Spiel wurden wieder mal alle Klischees offensichtlich. Der Torwart macht in der Verletzungspause den Lehmann und zieht sich dann zur zweiten Halbzeit nen Mantel an. Im Endeffelt dürfte es aber das letzte Stadion Englands gewesen sein, wo man noch saufen UND stehen darf! Das Cider von der Tanke gegenüber wusste zu gefallen. Zuschauerzahl betrug übrigens 16, wobei 13 Borussen zugegen waren und die Hopperschweine bereits zur Halbzeit sich verpisst hatten.

Die letzte phonetische Hürde im Spanische, die sich heute aufgetan hat wird in den nächsten Tagen gelöst! Versprochen! Schöne Grüße an die Groupies vom Biergerdie aka. dem Wodka-con-limònigen!

Aber jetzt gehen wir mal richtig ins Bier! Finaler Rettungsschuss!

Trainingslagertagebich, Tag 6

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , , am Januar 7, 2010 von vierauge

Der Nachmittag begann ganz gemütlich bei Sangria Blanco (der Tütenweißwein heißt sinnigerweise Branco, und nicht Blanco) und leckerer Weißweinschorle ohne Wasser auf der Dachterrasse bei schönstem Sonnenschein. Im Anschluss zum Testspiel gegen München Klappdach. Das Spiel gegen Kotzbus hatte uns ja schon mit Zaunfahnenterror vorgewarnt, aber beim gestrigen Spiel war das Kuttenterror deluxe. Einer peinlicher und voller als der andere und dann wurde sogar noch nervigerweise gesungen! Die Fanbetreuung nahm direkt reiß aus, nachdem sie für nichts mehr garantieren konnte. Was ein Volk. Aber da sieht man halt, dass Gladbach seine Fans in den 70ern eingesammelt hat. Man kann sich also schon einmal darauf einstellen wo Dortmund im Jahr 2025 sein wird.

Die Scheiß Kapitalisten wussten natürlich um die erhöhte Nachfrage durch die niederrheiner Kehlen und reduzierten die Bechergröße nicht ganz unkeckigerweise von 0,3 auf 0,25 Liter. Bei gleichem Preis versteht sich. Lustiger als das Spiel war der mobile Hundesalon, der oben an der Straße hielt und bei allen den gleichen Gedanken auslöste. Der muss wohl für den Kevin gekommen sein. Der Spieler von BMG mit der Nr. 24 wurde während des Spiels unentwegt mit „Moin Herrmann“ gegrüßt. Nach dem Spiel bot sich noch die Chance bei Algazeera hoppen zu gehen. Vierte Spanische Liga bei Regen, nicht nur für die ultrà Ultras ein Traum. Alternativ war zum 480.-mal Kartfahren fest vorgenommen, aber das musste leider kurzfristig ausfallen, weil ja Weihnachten war und alle Geschäfte geschlossen hatten. Ein besonderer Gruß wurde noch dem Nobbster zuteil, der sicher an seinem Sponsorenabend viel Spaß gehabt haben wird.

Ich entschied mich für eine kleine Audienz bei Santo Pennematzo um mich danach bei schwatzgelb.de mit Medizin durchzuschnorren (Danke und Grüße!). Umckaloabo hats echt drauf. Irgendwie waren aber alle nicht wirklich gut drauf. Die Strapazen zwangen die Mehrheit einen Weltausruhtag einzulegen. Auswärts sollte es nicht mehr gehen. Stattdessen wurde es dann auf dem Zimmer recht süffig. Bier ist mittlerweile komplett out, Wodka con Limòn ist das Tagesgeschäft, sodass der Biergerdi auch seinen hart erarbeiteten Künstlernamen temporär ruhen lässt. Zu späterer Stunde ging es dann mit schlechter Musik dem Delirium entgegen. Nämlich mit Brother Louie in die Gespensterstadt! Diese mysteriöse Gespensterstadt hat aber sehr wohl einen Namen: Sendenhorst!

Des Nachts ging dann der Monsun des Jahres hernieder. Und weil die Spanier ja keine Kanalisation kennen ergossen sich wahre Sturzbächen auf den Straßen, Wadis schwollen zu reißenden Strömen heran, unser Balkon lief über und ganze Felder und Wiesen waren komplett überflutet. Ergo muss heute leider dann auch zum 481.-mal Kartfahren ausfallen. Aber morgen bestimmt. Der erste König und der Sifflord sind schon heiß! Es ging dann mit deutlich gelichteten Reihen zum Training. Montezumas Rache geht reihum, aber Training ist immer noch Ehrensache! Gut, das hat die Mannschaft nicht ganz so gesehen und ist einfach nicht gekommen. Und dass unser Bulli nur zur Hälfte voll war, lag wohl auch daran, dass das erste Drittel vom Trainingsausfall wusste und aber nur einem weiteren Drittel Bescheid gab. Optimalen Kommunikationsfluss nennt man das. Trotzdem erschließt sich mit die aktuelle Magen-Darm-Welle nicht so ganz. Toastbrot und Wodka-Lemon bewirken doch eher das Gegenteil.

Wenns kein Training gibt, gibt’s wenigstens mal was Richtiges zu beißen. Unser Szene-Sterne-Koch kredenzte Spaghetti Bolognese. Ehrensache! Und für die schmierigen Maisbauern allein 1,5 kg Nudeln. Ehrensache ist es genauso, dass wir gleich zum Training aufbrechen. Als kleines modisches Gimmick noch der Hinweis, dass Jogginghosen ab jetzt, wie auch schon Flugzeuge, mit „Muster“ definiert werden. Zudem gibt es heute eine kleine Hausaufgabe für die Leserschaft. Der Dicke hätte gerne gewusst, warum Mais nicht verdaut wird. Heute Abend wird dann aber mal richtig geballert!

Chau, nos vemos!

Trainingslagertagebich, Tag 5

Veröffentlicht in Das bichige Trainingslagertagebuch am Januar 6, 2010 von schnurzeletti

Ihr werdet euch vielleicht fragen warum die Berichte immer mittags oder nachmittags enden. Ich bin meist abends logistisch und intellektuell in der Lage diese Schreibeskunst zu vollführen. Der neue Bericht startet mit dem Leckerbissen zwischen Kotzbus und München Klappdach. Das war Zaunfahnenterror deluxe. Bei immer noch bestem Wetter. Die Wetterberichte, die von tagelangem Dauerregen sprechen und aktuell 85% Regenwahrscheinlichkeit prophezeien stimmen einfach nicht. Ab und an kommt mal nen kleiner Schauer, aber sonst immer strahlender Sonnenschein. Der Temperaturunterschied von 30 K muss gehalten werden. Danach gabs natürlich noch Training. Training ist Ehrensache!

Zu sehen gabs die beste Trainingseinheit bisher. Kopfballduell simulieren und mit Anlauf in einander reinspringen. Besonders die Amas waren hier motiviert und donnerten sich gegenseitig auf den Rasen. Auf den Rängen gab es Neuigkeiten von Stikkum. Die Zaunfahne ist zwar nicht wieder aufgetaucht, aber sufftechnisch sind die dem Szenehaufen eindeutig überlegen. Am letzten Abend hatten die geschmeidige 300€ auf dem Deckel. Zu zweit. Und nur Doornkaat aus Wassergläsern. Das Spiel endete dann übrigens 2:1 für die anderen.

Bei uns gabs ein Spiel der A-Mannschaft gegen die Reserve. Derweil gab es auf der Toilette ein Dialog mit WET-Situations-Komik:

Gladbach-Kutte: „Auf die Damentoilette gehen und auf die Brille pissen, sowas haben wir gerne!“

Orga-Schlagergott: „Ich war das nicht. Ich hab ins Waschbecken gepinkelt!“

Leider packte mich während des Spiels dann ne kleine Erkältung. Der Trainingsplatz ist natürlich megawindig, aber dass derjenige, der mit der Nase im Wind geboren wurde, direkt sich was holt, ist natürlich typisch. Magen-Darm geht aber auch rum z.Zt. Daher gönnte ich mir dann erst einmal den Bruder des Tütenweins, den Tütenhühnerfont mit Nudeln! Dazu dann mal kein Bier. Folglich ging der Abend dann auch etwas früher zu Ende. Dass er für die anderen eskalieren sollte nimmt das aber nicht aus.

Folglich wurde ich dann mitten in der Nacht nochmal wach als der spitzeste Optiker der Welt noch von seinen Erlebnissen berichtete, im Gegensatz zu mir dann aber direkt einpennte und sein höchst variationsreiches Schnarchorchester präsentierte. Dabei ließ mich die Physik mal wieder im Stich. Wie schafft die Eichel es, knarzend-sägend ein- und rauschend wieder auszuatmen. Gleichzeitig! Noch später wurde ich abermals wach. Es schellte an der Tür. Der Bierige dahinter, ich davor – aber die Tür verschlossen und beide Schlüssel weg. Sauber. Somit ein- bzw. ausgesperrt. Da hatte der Sauerländer sich wohl verzirkelt. Bei dem war auch irgendwie glaub ich Alkohol im Spiel.

Da das Orchester nicht enden sollte zog ich auf die Couch um. Dort aber durfte ich dann wieder einige Zeit später den nächtlichen Lauten des Zirkels lauschen. Das klang wie wilde große kämpfende Tiere. Inklusive Todeskampf, Sterbeszene, triumphalem Siegesgetöse. Akustisch als auch physisch! Ergo war die Nachtruhe dann eher kurz. Der heutige Morgen startete dann auch mit einer Schreckensnachricht: Der Rauchige hat es nicht geschafft! Acht Kippen waren noch über. Man kann ihm jedoch zu Gute halten, dass zu Beginn noch deutsche Räucherstäbchen im Spiel waren. Ist halt wie mit Hitler. Der hat ja auch nicht alle seine Ziele verwirklicht (O-Ton!). Dennoch gings zum Training. Denn Training ist nach wie vor und immer noch Ehrensache! Leider wurde das W-Lan am Platz abgestellt. Also Schluss im spammen.

Den Klängen der langsam startenden Hundekämpfe lauschend sahen wir das, was beim BVB sicher am wichtigsten ist. Eckentraining! Gleich gibt’s zum Spiel gegen BMG. Mal gucken ob man durch die etlichen Zaunfahnen hindurch überhaupt noch den Platz sehen kann.

¡hasta luego!

Trainingslagertagebich, Tag 5-1

Veröffentlicht in Das bichige Trainingslagertagebuch mit Tags , , , , am Januar 5, 2010 von bichvierlinge

Wir sind vernünftig geblieben! Wirklich! Also zumindest ein Großteil der Gruppe. Und vernünftig auch nur im mittlerweile angepassten Maßstab. Und dieser Bericht kommt auch gänzlich ohne Ekelstoff aus! Nachdem der letzte Bericht rausging bin ich mit dem Geländergerdie auf nen kleinen Spießerspaziergang gegangen. Aber wenigstens im Asikostüm! England-Trikot, Camouflage-Kubu, Ray Ban und ne Büchse Bier! An der Promenade ein paar günstige Uhren und Sonnenbrillen und den ersten Teil der dritten Star Wars-Trilogie gekauft, ein bisschen Strandromantik genossen, eine Kerze an der Klippe des Todes angezündet. Dabei offenbarten sich Abgründe. Gerdie musste sich selbst eingestehen, dass er ein kleiner Monk ist – und ich wusste den genauen chemischen Unterschied zwischen Benzin und Kerosin innerhalb der Destillationskolonne nicht.

Aber trotz Hartz 4 mussten  wir danach wieder zurück zum Training. Ehrensache! Es regnete während des Trainings natürlich wieder (Rest des Tages war es trocken!), sodass zu Beginn auch wieder nur gelaufen wurde. Wenn das so weiter geht werden wir Rückrunden-Konditionsweltmeister, kriegen aber keinen Ball vor die Hütte – aber haben gekämpft. Wenigstens Arie van Lent ballerte ordentlich rum und markierte treffsicher Tor um Tor. Für die letzten 5 Minuten eines Spiels wäre der sicher – ohne Flachs – eine Verstärkung! Zum Ende gab es wenigsten noch ein Kleinfeldspiel. Ein weiteres physikalisches Mysterium stellte sich noch in der Bestuhlung am Trainingsplatz. Die roten Sitze waren allesamt wesentlich trockener als die weißen. Sehr, sehr seltsam.

Interessanter waren fast die Leute auf der anderen Seite des Zaunes. Familie Ed Hardy schlug auf. Sympathisch. Vater, Mutter, Kind in Komplettausstattung. Zum Glück erkennt man an diesen Klamotten wirklich jeden Idioten auf 100 Meter. Dazu noch zwei 15-jährige Supermetros in Lackschühchen und Sakko, denen wohl Papi nen paar Sponsoren-Tickets vom BVB fürs Trainingslager mitgegeben hatte. Der Knaller war jedoch der neue, gleißende Stern am Himmel von Ultrà-Deutschland: Commando Stikkum. Mit Zaunfahne! Ehrensache! Selten vollere und nervigere Menschen getroffen.

Im Anschluss gings noch eben über die Autobahn nach Cadiz. Los Hijos de Puta nazul gegen Fortuna Düsseldorf. So lange in uns ein Feuer brennt hält im Ausland der Ruhrpott zusammen! Ehrensache! Zur Autobahn und den Straßen in und um Marbella sei noch angemerkt, dass es hier schon rund geht. Die Ausfallstraße von Marbella Richtung Estepona / Trainingsgelände ist, sogar offiziell, die gefährlichste Straße mit den meisten Verkehrstoten Europas! Aber wenn man beim Linksabbiegen einfach mal ne vierte Reihe aufmacht, kreuz und quer um und durch die Kreisel brettert und sich nicht an Ampeln hält brauch sich nicht wundern. Trotzdem ist es ein lang gehegter Traum diverser Reisemitglieder nach etlichen Jahren endlich mal Kart zu fahren! Damit würde man sich vollends unsterblich machen – oder halt auch sterblich!

Abends ging es zuerst noch in die Hotelbar, danach natürlich in die Karaoke-Bar. Ehrensache! In der Hotelbar tüftelte man noch am Hopperprogramm. Gibraltar klang interessant, aber niemand wusste selbst nach stundenlanger Recherche keinen Spielplan. Da muss man auch gewiefte Leute ranlassen – ich hab natürlich nur 11 Sekunden gebraucht um den Spielplan der Reserverunde und Damenliga in Gibraltar zu finden. Die Karaoke-Bar wusste mal wieder zu gefallen. Die Alltime-Favourites von mir und der Dortmunder Szenemenschen wurden geträllert. Wusste zu gefallen! Der ganze Laden war gut dabei. Eine Extra-Zugabe bekam die Müllabfuhr auf der anderen Straßenseite. Der Tag fand also doch noch einen würdigen Abschluss – auch ohne Anrufe beim Hubert.

Morgens wieder aus den Federn gepuhlt und zum Trainingsgelände rüber juckeln. Training ist Ehrensache! Dort traf uns eine Schreckensnachricht wie ein Schlag. Stikkum hat seine Zaunfahne verloren. Ehrenhaft natürlich! Auf dem Platz fanden endlich mal richtige Trainingseinheiten statt, das Grün tatsächlich mal keine Feuchtwiese. Am Ende trugen freilich auch alle Spieler das Tor zurück. Ausnahmslos! Ne, Uwe aus Jena trug tatsächlich als einziger Spieler nicht mit. Aber der trägt ja sein eigenes Kreuz. Zurück am Auto gabs dann den ersten Ausfall. Nein, kein ultramenschlicher (die gabs schon vorher) sondern die Fernbedienung des Autos streikte. Nachdem alle Mitfahrer am Hotel abgesetzt waren fuhren der rauchigste Autofahrer der Welt und ich noch eben zu Mercedes. Nach kurzer Suche prangte dann über dem Laden ein urspanisches „MERCEDES-FISCHER“! Wir erstmal reingetapert, auf spanische freundlich gegrüßt und angefangen auf Englisch unser Anliegen und schildern. Aber klassischerweise waren natürlich alle Mitarbeiter in der Edelklitsche teutonische Allemannen. War also kein Problem für 15 Mark zwei kleine Batteriechen zu kaufen.

Der Großteil isst gerade beim Don Capitano (wahrscheinlich der Bruder) wohingegen ich mir als Sparfuchs im Hotel schon Spaghetti Bolognese kredenzt hatte. Gleich gibt’s dann noch einen sportlichen Leckerbissen. Kotzbus gegen München Klappdach. Danach wieder unser BVB-Training. Training ist schließlich Ehrensache!

Zum Schluss noch ein paar Gerüchte, die ich vom Hörensagen aufgeschnappt habe: Grappa am Morgen soll Zahnplaque und Sorgen vertreiben, Björn angeblich einen kleinen Pimmel haben, die Beerfighter möchten ihre Freunde von den Black Stars Werl grüßen, Mittwoch, so wurde es angekündigt, wird gekotzt, im Princesa Playa soll eine – zwar schon 50-jährig und komplett gemachte – richtig geile Alte sein – und unser aller Kevin Großkreutz hat tatsächlich als einziger Spieler der Mannschaft ein Einzelzimmer.

Morgen ist hier übrigens dann Weihnachten. Wir feiern mit!

Bis dahin, euer Jan von Liv