Don’t Hassel The Hoff oder Hey, wir wolln die Eisbärn sehn

Hier der angekündigte Gastbericht des kompetentesten Hasselhoff-Fans der Welt, der mich Freitag Abend zum Konzert begleiten durfte:

Am vergangenen Freitag, den 18.02.2011 war es endlich soweit. Nach jahrelanger Abstinenz konnte sich das Ruhrgebiet endlich wieder wieder auf den Superstar der Extraklasse freuen: The HOFF is back! Kein anderer hat es je geschafft, die deutschen Fans in dieser Weise zu begeistern. Und ich war dabei! Aufgrund einer überaus glücklichen Fügung des Schicksals, hat HOFF-Kevin nicht nur eine, sondern gleich zwei Ehrenkarten gewonnen und während die Kutten zum RWE gingen, durften wir uns auf Hasselhoff in der KöPi-Arena freuen. Also holte ich meine Lederjacke aus dem Schrank, gelte mir die Haare zurück und machte mich in der Opel-Corsa-Version von K.I.T.T. auf den Weg nach Oberhausen. Unterwegs lud ich noch den glücklichen Bichbruder mit einem lässigen „Jump in my car“ ein und der Abend unseres Lebens konnte losgehen. Glücklicherweise hatte ich im HOFFerraum meines Kumpels noch eine halbe Kiste Bier gelagert, die uns an diesem Abend noch treue Dienste leisten sollte. Also erstmal eins für den unfassbar weiten Fußmarsch vom Parkplatz zur Arena, den wir natürlich dreimal auf uns nehmen mussten, weil irgendjemand irgendwo gelesen hat, dass Kameras auf dem Konzert nicht erlaubt wären. Also musste dass digitale Bildaufnahmegerät wieder in den HOFFerraum gebracht werden. Drei Wege, drei Pils. Vor der Arena erfüllte sich mir dann schließlich ein Kindheitstraum: Ich durfte mich zusammen mit dem Batmobil fotografieren lassen. Leider antwortete es auf keine meiner Fragen, was ich aber darauf zurückführe, dass es nur englisch versteht. Eine Gruppe Musiker spielte noch den Knight-Rider Titelsong(die Melodie auf einer Hohner Melodika), was die johlende Menge mit lautstarken Beifallsbekundungen quittierte. Beim Einlass kontrollierte natürlich keiner, ob wir Kameras mit uns führten. Teilweise sind die Leute sogar mit Baywatch-Bojen reingekommen. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Bierstand ging es dann in den Innenraum, wo uns tausende Fans, allesamt mit T-Shirts, auf denen das Konterfei ihres Idols und der Text „Don’t hassel the Hoff“ abgedruckt war. Und dann war es endlich so weit: The Man, The Myth, The Legend, The Innovator of Posing, The most-watched TV Star on the Planet, The Hulk Hogan of Music, The HOFF kam auf die Bühne und die Halle explodierte förmlich. Direkt zu Anfang trumpfte er mit seinen größten Hits „Auf der Straße nach Süden“ und „Hey, wir wolln die Eisbärn sehn“ die sich sogenannte deutsche Künstler frech unter den Nagel gerissen hatten – Selbstverständlich in der englischen Originalversion(was die Fans aber nicht davon abhielt, den deutschen Text mitzugröhlen). Nach etwa einer halben Stunde machte David dann den Fehler, eine Ballade zu singen, was das Publikum mit lauten Unmutsbekundungen quittierte. Dieser folgte ein weiteres ruhigeres Stück, was mich dazu veranlasste, Bier wegzubringen und neues zu holen. Im Foyer befanden sich zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich mehr Leute, als in der Halle und es hätte mich nicht gewundert, den Hoffster selbst am Bierstand zu treffen, weil er seine ruhigen Stücke nicht so mag. Aufgrund der guten Stimmung draußen, entschied ich mich, noch eine Weile dazubleiben und trank das nächste Bier mit anderen Hasselmaniacs auf dem Balkon. Als ich wieder in die Halle kam, hielt der Meister gerade eine Ansprache: „You can change your life. I’m the proof. You can be a hero!“ Darauf folgten noch einige Kracher aus Hoffs Feder, unter anderem „You are the hero“ und „Country roads“. Leider hatte David seine Background-Crew nicht darauf hingewiesen, dass in Deutschland grundsätzlich auf die 1 und auf die 3 geklatscht wird… Nach der Pause ging es dann ebenso fulminant weiter. Der Hoff spielte sogar die Baywatch-Karte aus: Er verließ die Bühne und machte Platz für eine Armee von Büchsen in Baywatch-Badeanzügen, die sie teilweise quer durch Kimme und Schamlippen gezogen hatten. Ihnen folgten dann auch zwei Büchseriche in Badehosen, die vom Publikum gnadenlos ausgebuht wurden. Nach dem Song war erstmal wieder Zeit für eine Bierpause. Wieder zurück traute ich meinen Augen nicht: Einer der beiden Büchseriche hatte sich zusätzlich zur Badehose auch noch Inlineskates angezogen und fuhr damit auf der Bühne um einen Barhocker herum. Diese skurrile Szene machte der Hoff allerdings schnell vergessen, indem er nochmal seine größten Hits, darunter auch „Wir zwei allein“ spielte. Als Zugaben kamen natürlich nur zwei Songs in Frage: Sein größter Hit „Looking for freedom“ und der Song, bei dem das Publikum am lautesten mitgesungen hat. Also ertönten nochmal die Eisbären durch Oberhausen und alle waren zufrieden. Auf dem Rückweg nahmen uns glücklicherweise mein Bruder(der sich in heldenhafter Manier trotz seiner Knie-OP, der er sich am selben Tage unterzogen hatte, nüchtern(!) zu the Hoff gequält hat) und seiner Freundin(die ebenso heldenhaft den Fahrer gespielt hat) nach Essen mit. Ich sagt K.I.T.T. noch kurz über meine Uhr Bescheid, dass er alleine nach Hause fahren(aber erst noch zwei Bier abdrücken) soll und wir machten uns auf den Weg ins Rullich, wo ein HOFFtastischer Abend seinen Ausklang fand.

5 Gedanken zu “Don’t Hassel The Hoff oder Hey, wir wolln die Eisbärn sehn

  1. Berthold schreibt:

    Gott sei Dank bin ich jetzt Social Media Marketing Genie. Dann kann ich gleich empfehlen, dass Ihr eure Posts ab jetzt mit Bildern und/oder Videos dekoriert.

    Hiermit:

    Hirmiet:

    Und latürnich Mirhiet:
    http://www.youtube.com/user/baratsandbereta?blend=1&ob=4#p/u/2/Q-gncOseSHo

    Ausserdem ist Kitt der mit Abstand faulste Karren der Welt, der hat sich nach dem Konzert mit E10 die Kante gegeben, sich an Cheeseburgern überfressen und dann im Vollrausch von einem Touareg (oder wars ein Q7?) durch die Republik ziehen lassen. Wahrscheinlich hat er Hassels tolle Rede draussen nicht gehört.

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