Abenteuerlicher Abend beim Pokalfinale

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Pokalfinale 2009 hatte der Fußballgott erneut ein Einsehen mit uns Fans und beschloss uns in der zweiten DFB-Pokalrunde ein Auswärtsspiel in Oldschool-Offenbach zu bescheren. War es für mich ein glücklicher Zufall, endlich noch das Stadion am Bieberer Berg vor dem Nebau zu besuchen, sollten einige beliebte Bichumfeldler arbeitstechnisch auf dieses Spiel verzichten müssen, so dass sich lediglich 2 Bichmobile  zu neun zehnteln gefüllt auf den Weg in die Mainmetropole machten. Drei Bichs und ein äußerst schlauer Mensch begannen ihre Reise in der Yuppiestadt Düsseldorf, wo Ewald fleißig Lobbyistenarbeit leistet.

Drei Bier und vier Stunden nach Abfahrt sollten wir endlich am Stadion ankommen, wo passenderweise auch noch der Gästeparkplatz wegen Überfüllung geschlossen war, so dass wir in der Nähe des Bahnhofes Bieber unser Kfz abstellen mussten. Glücklicherweise hatte der Bankkaufmann unseres Vertrauens aber bereits zwei Taxen organisiert, so dass wir – einem äußerst ortsunkundigem Fahrer sei dank – doch noch pünktlich zum Anstoß das Stadion erreichten. Leider hatten wohl viele Fans mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, so dass sich nur ein überschaubarer Stimmungskern gebildet hatte. Eigentlich ein unwürdiger Rahmen für Trainer, Team und Fans.

Hatte ich vor dem Spiel noch im Auto scherzhaft getippt, dass das beste was passieren kann, ein langweiliges 0:0 mit anschließender Verlängerung und Ausscheiden im Elfmeterschießen ist, sollte ich nach dem Spiel nur noch zynisch über diese Prognose lachen können. Der BVB hat sich ganz traditionell wieder völlig überheblich aus dem Pokal verabschiedet, nur zehn Minuten Vollgasveranstaltung reichen scheinbar nicht mal für Liga drei… Der älteste Mensch der Welt wurde zumindest während des Elfmeterschießens noch live dem Geschehen zugeschaltet, so dass wir auch einen Schuldigen finden können.

Nach dem Spiel ging es durch den Abenteuerpark Richtung Parkplatz – eigentlich ein nicht zu verfehlender Weg, wenn man einfach der breiten Masse hinterhertrottet – nicht aber aber für die mächtige Familie Bich, die ihre intellektuelle Überlegenheit nutzen wollte, um eine gefahrlose Abkürzung zu finden. So fanden wir uns auf einmal mitten im Gleisbett wieder, welches wir todesmutig versuchten – in Gedenken an einen großen deutschen Torhüter – zu überqueren. Leider hatten wir die Rechnung ohne die Bahn, ihre Dornenbüsche und Stolperfallen gemacht, so dass wir schließlich kapitulierten und zurück liefen. Müßig zu erwähnen, dass wir dafür als letztes am Parkplatz waren, meine Hose voller Dornen war und ein riesiger Splitter in meinem Daumen noch eine nachtschlafene Notoperation in meiner Küche nach sich zog.

Ein Dank noch an Jan und Ewald, die uns gewohnt sicher durch die Republik kutschierten, den Kuttenbus, der uns gewohnt souverän Bier zum Einkaufspreis verkaufte, den BVB der zum 21 mal in Folge gewohnt souverän das Pokalfinale verloren hat, und die Chilli Sauce aus dem örtlichen Supermarkt, die sogar die Billigfrikadellen genießbar machte.

 

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