Zwei Spiele und eine doppelte Katze

Lange ist das Wochenende her und der Europokal wirft schon wieder seinen weiten Schatten auf die fußballinteressierte Welt. Doch bevor zumindest ein Bich samt Umfeld die kurze Reise in den Tigerstaat Ukraine antritt, wollen wir hier noch kurz das Wochenende Paroli laufen lassen

Der Freitag hat ja nicht umsonst seine erste Vorsilbe bekommen und so entschieden Horst-Kevin und Herwig sich spontan nach einer kurzen mobilaren Verpflichtung in einer Essener Szenekneipe zum Rentnergedeck zu verabreden. Leider sagte unser Katernberger Kartoffelbauer (seines Zeichens ein besonnener Bierdecksammler) kurzfristig ab, so dass lediglich der nicht mehr obdachlose Hubich und der schlauste Mensch der Welt vom spendablen Bindestrichbich zu diversen Freigetränken eingeladen werden konnten.

Pünktlich um 18.30 komplettierte dann Staranwalt Ben Jo Gerner unser Quartett (wir beiden wären ein gutes Trio – pardon Quartett). Dementsprechend konnten wir als Quintett mit dem bereitgestellten Sonderbus zu Hafenstraße fahren, wo wir lediglich noch kurz an der Hooligan-Tankstelle vorbeischauten, bevor wir das erste Tor des Tages verpassten. Schuld an unserer Unpünktlichkeit war – wie könnte es anders sein? – Ben Jo Gerners ungenaue Bestellung am Bierstand, die erst vom Hubich korrigiert werden musste. Egal, schließlich konnten wir in einem unterhaltsamen Spiel noch drei weitere Tore bestaunen, bevor Trainer, Team und Fans fest zusammenhielten und euphorisch die Tabellenspitze feierten… Im Gegensatz zu den Suffis von der Zone konnten wir allerdings die vier angereisten Gästefans aus Bergisch Klappdach bestaunen, die sich zu blöde waren, von Haupttribüne aus den Heimanhang zu bepöbeln und natürlich noch darauf hinwiesen, wer denn die schönsten Fans aus dem schönsten Dorf seien…

Nach dem Spiel und einer kleinen Meinungsverschiedenheit zwischen Fans und Diskoaffen am schmucken neuen HBF, trennten sich unsere Wege. Während die echten Fans noch auf einige gratis Getränke im Rullich vorbeischauten, radelte ich gemütlich über L’Alpe d’Huez zum ersten Teil der Katzenparty. Schließlich feierte das Haustier vom Skibich als gläubiger Muslim wie jedes Jahr den 11. September. Leider sollte ich aufgrund meines durch St. Auder angereicherten Vitaminhaushaltes nicht nur positiv auffallen, so dass der tapfere Snör Betram mich schon recht früh in Schlangenlinien gen Heimat geleiten sollte.

Immerhin erwachte so ich am nächsten Morgen quietschfidel und voller Tatendrang um meinen Beitrag zur Aktion „Kein Zwanni für nen Steher“ zu leisten. Auf dem Tagesprogramm der Bichvierlinge sollte neben der Moderation von Fanomenal vor allem Aufklärungsarbeit an der Fanbasis stehen. Der Vieraugenjunge und der Adipöse entschieden sich dafür, die Kneipen und Fantreffpunkte rund um das Westfalenstadion zu besuchen und dort Flyer zu unserer Aktion zu beteiligen. Lobenswert zu erwähnen ist die absolut positive Resonanz auf unser Anliegen, selbst eingefleischte Wolfsburger (falls es diese denn gibt) solidarisierten sich mit unserem Protest. Die Weekendbrothers, also die Wolfburger Wochenend-Ultras, äußerten sich sogar im Stadion per Spruchband. Vielen Dank dafür.

Aufgrund der kräftezehrenden Arbeit sollten wir erst relativ spät in Block Drölf aufschlagen, um unseren Beitrag zum wider Erwarten recht souveränen 2:0 Erfolg der jungen Dortmunder Mannschaft zu leisten. Leider konnten wir heute mal wieder kaum etwas vom Spiel sehen, da die fahnenschwenkenden Ultraultras sich zur Aufgabe gemacht hatten, den wenigen Wolfsburger Gästen zumindest äußerst schöne „Pics“ zu liefern und circa 90 Minuten und zwei Tore lang durchschwenkten. Immerhin konnte man das einzig wahre Highlight, einen Lattenknaller von Benjamins Lieblingsspieler erahnen. Dementsprechend hitzig wurden nach dem Spiel noch einige Wortgefechte geführt, bevor es nach gemeinsamem Abmarsch in Rennauto des Kackfasses zurück nach Essen ging. Nach kurzer Regeneration auf dem heimischen Sofa brach ich erneut per Fahrrad mit dem Rächer der Gerechten zum 2. Teil des Zuckerfestes bei der Katze auf, wo drei Bichs gewohnt souverän am goldenen Nektar lutschten. Leider holten uns die Strapazen des Wochenendes irgendwann ein, so dass wir doch recht früh wieder im Pennematzland aufschlugen und das obwohl uns die anderen Gäste sogar teilweise unbekleidet ein abwechslungsreiches Programm boten. In manchen Momenten fühlten sich die anwesenden Fans an spektakuläre Auswärtsfahrten erinnert…

Der Vollständigkeit halber wird zum Abschluss noch der gelungene Tatort am Sonntag Abend erwähnt, in welcehm zugegebenermaßen der Kriminalexperte Snör B. den Mörder richtig erriet. Morgen geht’s dann in die Ukraine, mal sehen, ob der schlauste Mensch der Welt seinen Bich-Block mitnimmt und Euch zeitnah erheitern wird.

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2 Gedanken zu “Zwei Spiele und eine doppelte Katze

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