Endlich mal wieder ein Auswärtsspiel

Nach dem spektakulären Auftritt Eurer Lieblingsband im fernen Aserbaidschan konnten wir nicht lange verschnaufen, denn schon bald sollte uns der Alltag wieder haben. Bereits rund 48 Stunden nach Erreichen des Heimathafen des heiligen St. Pennematzes mussten die dieses mal fast vollständigen Bichvierlinge samt ihren treuen Groupies in die baden-württembergische Provinzhauptstadt mit dem popeligen Kopfbahnhof aufbrechen. Schon während des Testspiels unserer Helden beim TSV 1860 Löwen in den Zoo München plante Reiseleiter Hu-Bitch (eventuell mit seinem koreanischen Freund Hen-Se) unsere Anreise mit dem Unternehmen Zukunft, so dass wir letztendlich zum Schnäppchenpreis mit ICE fahren konnten.

Leider hatten die adipöseren Bichs es versäumt, sich frühzeitig mit goldenen Nektar einzudecken, so dass zuerst das Sixpack des Skibichs dran glauben mußte, bevor in Düsseldorf der Burschenverein Schönau es sich in unserem Waggon bequem machte. Glücklicherweise versteht der Bayer unter Bequemlichkeit nicht nur einen stinknormalen Sitz sondern auch eine zünftige Brotzeit, zu der mindestens drei Zehnliterfässer Bier gereicht werden müssen. Kurzfristig wollte die recht spießige Schaffnerin das bunte Treiben unterbinden, sollte aber von den Fans gewohnt eloquent daran gehindert werden. Unser koreanischer Austauschfan verwies einfach auf die Aussage ihres Chefs, mit dem sinnigen Namen „Feierabend“…

Da Fußballfans ja bekanntlich keine Verbrecher sondern sehr umgänglich und anpassungsfähig sind, hatte sich also unser Getränkeproblem schlagartig gelöst und für den Rest der kurzen Fahrt genossen wir die Gastfreundlichkeit unserer neuen Freunde. Leider fiel der Kassierer des Burschenvereins in einen komatösen Schlaf, so dass wir uns nicht finanziell an der Gaumenfreude beiteiligen konnte – zumal auch auf Nachfrage niemand der anderen Geld von nehmen wollte. Fairers Ding – vielen Dank!

Nach kurzweiliger Fahrt erreichten wir also Stuttgart, wo wie dieses Mal aus kartentechnischen Gründen aufs Mittagessen in der Stadt verzichteten und direkt zum Stadion fuhren. Der Aufenthalt im PSV gestaltete sich gewohnt unspektakulär und so sollte es nach einer Runde Bier und Spezi auch zeitnah in die Baustelle Gottlieb-Daimler-Stadion gehen. Waren wir ursprünglich skeptisch, ob der Anzahl der anwesenden Dortmunder – die grassierende Stuttgartgrippe sowie die Strapazen der Vorwoche lassen grüßen – belehrte uns der proppevolle Gästeblock eines besseren. Niemand der zahlreich anwesenden Dortmunder sollte sein Kommen bereuen, der BVB hatte die erschreckend schwach aufspielenden Stuttgarter über die gesamte Spieldauer gut im Griff und gewann verdient mit 3:1. Damit ist auch der erste Saisonsieg in Bundesliga unter Dach und Fach und die latente Angst nur gegen unterklassige Gegner gewinnen zu können, ist vor der Länderspielpause erstmal gebannt. Mal sehen wie es weitergeht…

Nach dem Spiel traf sich die ganze Bande am Stuttgarter Hauptbahnhof bei einem bekannten Brötchenbäcker, wo sich die Reisegruppe erstmal mit Proviant (auch in flüssiger Form, wir machen ja den gleichen Fehler nicht zweimal an einem Tag) eindeckte, so dass einer feuchtfröhlichen Rückfahrt nichts mehr im Weg stehen sollte. Leider spielte die Gesundheit unseres Bichdevisenhändlers nicht richtig mit, so dass unser Abenteurer sich heute nur in den Coligen verwandelte und gestern sogar eine ganze Woche krankgeschrieben wurde. An dieser Stelle wünschen die Bichs beste Genesung!

Zum Abschluss werde ich noch kurz meinen Fußballsachverstand in Frage stellen, machte ich doch auf Rückfahrt als einzigen Schwachpunkt unserer Mannschaft das uninspirierte Spiel unseres japanischen Neuzugangs Kagawa aus – nur um dann gestern festzustellen, dass ebendieser vom Fachmagazin Kicker zum Spieler des Spiels und in die Elf des Tages berufen wurde…

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4 Gedanken zu “Endlich mal wieder ein Auswärtsspiel

  1. EwaldBich schreibt:

    Dieser Kadaver ist auch einfach nicht totzukriegen. Nicht mal durch die scheußliche Asiatenfeindlichkeit des Herwichbichs. Uns, dem Kicker und Thilo Sarazzin sei Dank!

  2. Pingback: Tinneff Blog

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