Zum Glück nur ein Testballon

Werte Fans, geneigte Leser,

Euer Lieblingsblog schuldet Euch drei absolut famose Rückblicke auf eventuell deutlich weniger famose Partien mit Beteiligung der BVB Pferde.

Den Anfang machte am Donnerstag das Hinspiel der Playoffrunde gegen den aserbaidschanischen (ob das so richtig ist?) Vertreter Quarabag Agdam. Lange Rede kurzer Sinn – vor ungewöhnlich geringer Kulisse hatte der BVB niemals ernsthafte Schwierigkeiten und gewann verdient mit 4:0, wobei sich der allmächtige Ballspielvereinin zweiten Halbzeit lediglich auf die Verwaltung des Ergebnisses konzentrierte. Etwas überrascht ob der Tatsache, dass wir uns innerhalb von nur 5 Tagen zweimal ohne Blamage gegen unterklassige Gegner durchgesetzt haben (Tradition schlägt jeden Trend?!?),  fuhr mich der neue Mini des Vieraugenbichs nach dem Spiel in die beschauliche Kulturhauptstadt zurück.

Dort geleitet mich mein jetziger Ex-Nachbar noch auf ein Bier in Essens bekannte Kiezkneipe, wo wir auf den skurrilsten Zocker des Hamburger Milieus trafen. Seit 1973 hat Handy-Jürgen, in Spielerkreisen auch Gigantomax genannt, nie mehr als zwei Deckel bekommen. Trotzdem konnten der inzwischen hinzugestoßene  Horst-Kevin und Euer Lieblingsbich den Gigantomax in seinen ersten Endkampf seit der Währungsreform zwingen. Dass es sich hierbei nicht um die Umstellung von D-Mark auf Euro handelt, sollte jedem Leser eigentlich bekannt sein – zahlt man schließlich im Rullich noch immer mit Mark und Pfennig!

Etwas angeschlagen sollte der Freitag also im Zeichen der ersten Vorsilbe stehen, lediglich einige Möbelstücke des oben erwähnten Ex-Nachbars sollten noch verpackt und nach unten getragen werden. Glücklicherweise reparierte dessen ehemaliger Mitbewohner noch schnell den Totalstromausfall in unserem Badezimmer, der durch ziemlich cleveres Anbohren der Stromleitung am Vortag entstand.

Abends sollten ausnahmsweise mal weder Fußball noch Bier anliegen, hatte doch der Ex-Führer zum Managerspiel geladen. Wie zu Erwarten war,  habe ich natürlich eine unschlagbare Supertruppe rund um meinen Kapitän Martin Amedick zusammengestellt. Auch der Samstag gestalte sich ähnlich ereignislos, war ich doch beim Spiel der Amateure leider verhindert – der schlauste Mensch der Welt wird aber – sollte sich seine Schreibblockade jemals lösen – noch ein paar Zeilen ergänzen. Highlight des Tages sollte unser abendlicher Kino Besuch im Openair-Kino der Zeche Zollverein sein, wo die Dortmunder Low Budget Produktion „Oh Fortuna“ vorgeführt wurde. Ein wirklich unterhaltsamer Film, sofern man es schafft sich auf die völlig überzeichneten Figuren einzulassen. Außenstehende werden sicherlich den Humor oft missverstehen und an einen Affront gegen das wunderschöne Ruhr-Beat vermuten…

Während anderswo noch eskaliert wurde, gedachten die tapferen S. und H. B. dem heiligen St. Pennematz. Daher war ich auch am nächsten Morgen in Topform, als mich der Skibich zu unchristlicher Zeit vor der Haustür abholte und mit seinem ebenfalls neuen Mini in die Bierhauptstadt kutschierte. Da wir zusätzlich sowohl eine vieräugige Attraktion, einen verrauchten Bankkaufmann und einen hochbegabten Schatz einsammelten, sollte das Fahrzeug seinem Namen alle Ehre machen und der gemeine Bich sich wieder der Nachteile seiner Adipositas bewusst werden.

In Dortmund angekommen ging es nach fruchtbaren Diskussion in der Kaktusfarm zu einer fruchtigen Getränkeaufnahme in der Stube. Dort rentierten sich mal wieder die Spendierhosen des Autors, durfte er doch prompt zwei Runden Bier an seine guten Freunde ausgeben. Frisch gestärkt ging es also im „Corteo“ zum Stadion, wo ich natürlich an den überflüssigsten Leverkusenfan aller Zeiten geraten sollte. Dieser wurde aber vom Shrek von Dortmund kompetent beleidigt und verließ latent frustriert die Szenerie. In den heiligen Hallen des Westfalenstadions angekommen, konnten Kai-Uwe und Herwig noch ihren Bruder Ewald auf der großen Leinwand beobachten, wo er  mit gewohnter Bichsouveränität das Stadion TV moderierte.

Leider sollte dies auch das letzte Highlight des Tages darstellen, weder Spiel noch anschließender Tatort rissen mich vom Hocker. Der BVB war im ersten Saisonspiel den Leverkusenern in allen Belangen unterlegen und man hatte eigentlich nie das Gefühl. dass hier was gehen könnte. Schade, aber nicht zu ändern – war ja schließlich erstmal nur ein Testballon….

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2 Gedanken zu “Zum Glück nur ein Testballon

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