Bergfest bei den Amateuren

Um den werten Leser aufs Wochenende einzustimmen und eventuell für etwas Ablenkung vom tristen Alltag zu sorgen, versuche ich am frühen Morgen noch schnell ein paar Zeilen zum Mittwochabend zusammenzuschreiben.

Da die vorlesungsfreie Zeit an der Arbeiter- und Bauernuniversität in der Kulturhaupstadt 2010 leider mit harter körperlicher Arbeit verbunden ist, freuten sich die beiden mäßig begabten Studienbichs darüber, am Mittwoch endlich Bergfest feiern zu können. Der traditionelle „MiSu“ wurde also beschlossen und wie es Wettergott und Fußballverband wollten, sollten am Abend auch tatsächlich die Amateure ihr erstes Nachholspiel bestreiten. Demenstprechend trafen sich Herwig, Horst-Kevin und Deutschlands Superfuchs um 17.45 im bekannten Raucherbereich, um sich vom RE 1 gewohnt pünktlich nach Dortmund fahren zu lassen. Leider hatten wir die Rechnung ohne den Durst gemacht, so dass sich unser aus einer Flasche St. Auder bestehendes Proviant schon am Dortmunder HBF erschöpft hatte. Da der Geiz aber bekanntlich den Durst besiegt, wurde auf den Erwerb weiterer Fangetränke verzichtet, zumindest bis wir im Stadion waren…

An der Rote Erde angekommen meisterten wir souverän die Eingangskontrolle und ließen uns direkt neben den Ultras von die Amateure im Block H nieder. Außer uns fanden noch geschätzte 1132 andere Menschen den Weg in die Gefriertruhe Rote Erde, unter anderem ungefähr 30 sinnlose Bremer Kostümultras und Vollkutten, die tatsächlich der gleichzeitig ausgetragenen Partie zwischen den roten Essenern und dem Bonner SC widerstehen konnten.  Leider durften diese nach ganz schwachen Spiel tatsächlich mit ihrem Team die Welle machen, hatten die kleinen BVB-Pferde doch wider Erwarten mit 1:2 verloren. Selbstverständlich fielen alle Tore nach Standardsituationen, jeweils ein Treffer pro Team wurde per Elfmeter erzielt, bevor ein direkt verwandelter, nicht unhaltbar erscheinender Freistoß, die Entscheidung brachte. Sehr ärgerlich einem Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt so einfach die drei Punkte zu schenken, da müssen sich unsere Jungs in den nächsten Spielen doch deutlich steigern. Immerhin sollte man als gemeiner Fan aber in der Lage sein, seinen Beitrag zu leisten – kann man doch die Amateure auch an den nächsten beiden Mitwochen lautstark im Abstiegskampf unterstützen. Gerade nächste Woche sollte es auch aus Fansicht interessant sein, gastiert doch mit dem FC Carl Zeiss Jena ein ostdeutscher Menschenfresserclub an der Strobelallee.

Nach dem Spiel machte das Bichumfeld noch einen kurzen Abstecher in die gute Stube. Dort sahen wir noch wie sich Real Madrid aus der Championsleague verbschiedet, bevor das Hubertmobil (Dank an JVLs fotografisches Gedächnis, mit dessen Hilfe dieses Phantombild angefertigt werden konnte) uns komfortabel bis vor diverse Haustüren kutschierte.

Forza Dortmund Amateure!

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