Back to Business

Hurra, die Bichs können auch Englisch und die neue Bundesligasaison hat endlich angefangen. Nach gefühlten acht Jahren ging es am vergangenen Samstag also wieder los und zum Auftakt schenkte uns der Spielplangott sogar ein Heimspiel (was ich theoretisch deswegen so toll finde, weil man dann auch am letzten Spieltag wieder zu hause spielt, praktisch spielen wir natürlich am letzten Spieltag in Freiburg und haben am 17 Spieltag ein Heimspiel, was ich natürlich von alleine wusste und keinesfalls von aufmerksamen Lesern namens Daniel erfahren habe… ) und dann auch noch gegen einen durchaus attraktiven Gegner, nämlich den ersten der vielen Fußballclubs aus Köln.

Für mich begann der bichige Teil des Wochenendes wie gewohnt um kurz vor 11 im weltschönsten, jetzt auch neu renovierten Raucherbereich am Essener HBF, wo ich auf den kümmerlichen Rest meiner heutigen Reisegruppe traf. Diese setzte sich aus verrauchten Oberhausener Elite Abenteuer, Michael Schumacher himself und dem kleinen Vieraugenbich zusammen.  Erstaunlicherweise schaffte das Unternehmen Zukunft es auch tatsächlich uns pünktlich in der Kulturhauptstadt einzusammeln und so kamen wir bereits nach wenigen Minuten im wunderschönen Bochum Wattenscheid an, wo wir das typische Ruhrgebietspanorama beobachten durften. Gut gekleidete Prekariat Familie, sportlich und gut ernährt auf dem Weg zur Düsseldorfer Fortuna, absolutes Highlight. Und wenn man denkt,  schlimmer kann es nicht mehr kommen, kommt natürlich Deutschlands Superfan Nummer Eins (steht zumindest auf seinem T-Hemd) aus dem Nachberabteil auf uns zu und erzählte uns seine Lebensgeschichte – besser kann es eigentlich nicht werden.

Irgendwann erreichten wir endlich die Bierhauptstadt, wo wir noch meinen Nachbarn und seine Kölner Ultra Kollegen (natürlich im Poldi Trikot) am HBF begrüßten und uns dann zügig in die Stube begaben. Dort demonstrierten die Bichs wieder, warum sie in der Fanszene so beliebt sind und verloren schnell jeder eine Runde im Schocken, bevor wir nach kurzem Abstecher in der Sonne (wo ich netterweise noch zwei Runden bezahlen konnte, zum Glück hatte ich meine neue 12-Euro Spendierkubu von Tchibo an) zeitnah unseren Stammplatz im Westfalenstadion einnahmen. Ein großes Lob an dieser Stelle an die gemeinsame Aktion der Wilden Horde und The Unity zur Red Bull Problematik, schön zu sehen, dass die Fanszenen verschiedener Vereine zusammenhalten, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht. Nicht so schön ist leider, dass die bekannten Medien diese Proteste natürlich mit keiner Silbe erwähnen und Red Bull nur in Schlagzeilen kam, weil die sogenannten Fans in Anführungszeichen vom FC Carl Zeiss Jena eine etwas weniger eloquente Herangehensweise gewählt haben. Mal sehen, welches Beispiel Schule macht…

Das Spiel war durchaus unterhaltsam, unser BVB dominierte die Kölner ohne Poldischweinie fast nach Belieben, konnte nur die Überlegenheit nicht in Zählbares verwandeln. So sorgte  (wie in der vergangenen Saison) ein Kölner Eigentor für den verdienten BVB Sieg. Hurra! Ich bin allerdings immer noch skeptisch, ob sich die Entscheidung Frei abzugeben und dafür Barrios zu holen nicht noch rächen wird. Klar macht der Welttorjäger einen guten Eindruck, aber irgendwie zweifle ich noch ein bisschen an seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor – naja, der Messias wirds schon richten…

Nach dem Spiel gings für das Bichumfeld erstmal auf ein Bier in die Sonne, wo wir die Pokalauslosung verfolgten (mittelprächtiges Los im Wildpark, nervig weit unter der Woche, aber gut, als Student arbeitet man ja sowieso nicht…) bevor der Abend erst in der Stube mit vielen Kölner Ultras (lieben Poldi tatsächlich noch mehr als die Dortmunder Kloppo) und dann im King Pondo mit Huub, Hanni, Nanni und dem tapferen Snör Bertram ausklang.

Scheiß Redbull!

Ein Gedanke zu “Back to Business

  1. Daniel schreibt:

    Wir spielen am letzten Spieltag in Freiburg und Klopp sei Dank am 19.12. zu Hause gegen Freiburg…

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