Ama-Tore

Obwohl bereits ein detaillierter Bericht über die Geschehnisse des Wochenende in Eurem Lieblingsblog veröffentlicht wurde, endete ebendieses für zwei der Vierlinge nicht bereits am Samstagabend in komatöser Verfassung. Da wäre zum einen Horst Kevin, dessen Passion für den Tischtennis“sport“ ihn dazu Zwang am frühen Sonntag Morgen nach Wesel zu reisen, um an der Platte statt an der Tasse tätig zu werden und zum anderen natürlich Herwig, der es sich nehmen lassen wollte, die Amateure des ruhmreichen Ballspielvereins auch am Sonntag Mittag zu unterstützen.

Nachdem der Samstag Abend doch ein verhältnismäßig frühes Ende fand, konnte aufgrund  einer ausgedehnten Taxifahrt von Oberhausen nach Essen auch zeitnah die Pennematzphase eingeläutet werden. Dementsprechend konnte ich mich bereits am frühen Sonntag Morgen aus dem Bett quälen und hatte noch einige Stunden Zeit, bis ich gen Bierhauptstadt aufbrechen musste. Flugs entschied allerdings der Rächer der Gerechten, a.k.a. Snör Bertram, dass meinerseits auf die Benutzung des Automobils verzichtet werden müsse, so dass ich gedanklich schon in meinem Lieblingsregionalexpress saß. Doch das Glück ist bekanntlich mit den Doofen Dicken, so dass der einzigartige Biergerdi mir anbot, mich doch mit seinem Luxusfahrzeug der Oberklasse mitzunehmen.

So erreichten wir entspannt und unaufgeregt 15 Minuten vor dem Anstoß die altehrwürdige Rote Erde, nach wie vor eines der schönsten und tradionsreichsten Stadien der Republik. Leider fanden sich neben uns nur circa 800 weitere Zuschauer ein, um die Amateure bei der Mission Aufsteig zu unterstützen. Sehr schade, gerade weil hier noch Fußball pur geboten wird, keine Werbung, keine sinnentleerten Spiele, keine gesanglichen Expiremente. Einfach nur Fußball!

Flugs begab ich auf meinen Stammplatz auf der Haupttribüne, wo sich heute auch mal wieder der sangesfreudige Teil der Amateuerszene gesammelt hatte. Eine weise Entscheidung, verfügt man doch mit Dach über deutlich mehr Lautstärke. Leider wirkte der Mob arg dezimiert, ein weiterer Effekt der Stadionverbote unseres ungliebten Nachbarn. Hoffen wir, dass die Mühlen der Justiz nicht allzu langsam mahlen, so dass schon bald ein Großteil der Verfahren eingestellt werden kann und die Jungs wieder bei uns sind.

Zu Anfang des Spiels entschied ich mich mit Nochjunggesellem Wollokoplus und dem ältesten Mann der Welt die Kurve durch unsere Präsenz und Stimmen zu bereichern, doch nachdem ich erneut lediglich die „Sektion Stadionverbot“ Schwenkfahne statt des Spiels bewundern durfte, entschieden wir uns zur Halbzeit, einen Platz bei den gesetzteren Fans einzunehmen. Das Spiel selber war einfach eine Wucht und unsere „Kleinen“ dominierten den Gegner aus Ludwigshafen-Oggersheim nach Belieben. 7:0 Tore sprechen zwar eine deutliche Sprache, trotzdem ein schmeichelhaftes Ergebnis für die Gäste aus der Pfalz. Gästefans konnten im Übrigen keine ausgemacht werden.

Nach dem Spiel ging es schiedlich friedlich ab nach Hause und aufs Sofa, wo der Laptop mir die letzen, elendig lang erscheinenden Stunden bis zum Tatort überbrückte. Leider wußte dieser „nicht zu gefallen“, bleibt für die Zukunft zu hoffen, dass wenigstens die Kommisare aus Ludwigshafen besser sind als ihre Fußballer…

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