Duell der Traditionsvereine

Da in der heutigen Zeit endlich jedes stinknormale Bundesligaspiel als Derby betitelt wird, will sich auch Euer Lieblingsblog diesem Trend nicht verschließen. So werde ich das Topspiel des vergangenen Wochenendes zwischen dem altehrwürdigen BVB und der seit der D-Jugend gereiften Truppe aus Hoffenheim konsequent als Traditionsderby bezeichnen. Wie sonst soll man auch ein Spiel zweier Vereine im Jubiläumsjahr betiteln?

Der Tag begann mit einer großen Überraschung, hatte doch der Vieraugenbich mir netterweise seinen Autoschlüssel in den Briefkasten geworfen, das zugehörige Gefährt fußläufig erreichbar geparkt und den Abend in der Spelunke gegenüber verbracht, weswegen ich nun das Fanmobil gen Dortmund steuern sollte. Selbstverständlich sollte ich auch vorab informiert werden, aber zu nachtschlafenen Zeit von freitags Abend 21.13 befindet sich der gemeine Bich ja bekanntlich in der Kirche des heiligen St. Pennematzes.

Trotzdem verstand ich den Wink mit dem Zaunpfahl, holte Kai-Uwe freundlicherweise zu Hause ab und kutschierte diesen gekonnt zum frühmorgendlichen Fantreffen. Dort sammelten wir noch schnell drei durchaus schlanke Vertreter der Fanszene DO ein, die uns freundlicherweise mit einem Picknick auf der Rückbank unterhielten. Kurze später parkte ich den unter seiner Last ätzenden Astra (jeder Popel fährt ein Opel und jeder siebte Deutsche ist bekanntlich ein Popel) im Kreuzviertel, wo wir in der Sonne den gemütlichen Teil des Vormittags einläuteten…

Nach einem kurzen Disput, wer den den Wagen zurückfahren solle, einigten wir uns im Endeffekt einstimmig darauf, dass dies doch am besten niemand der Bichs machen sollte. Stattdessen baten wir meinen Nachbarn darum, uns diese verantwortungsvolle Bürde abzunehmen. Glücklich ist, wer solche Leute kennt, die auch gelegentlich das Westfalenstadion besuchen.

Recht zeitnah zum Anstoß begaben wir uns ins außerordentlich gut gefüllte Westfalenstadion, wo wir eine engagierte Leistung unserer Borussia bewundern durften. Eine Frechheit ist aber, dass der 110 jährige Übertraditionalist 5000 Karten bestellte, um dann vor Wochenfrist 3500 davon wieder zurüsckzuschicken. Schade, dass so vielen Dortmundern die Möglichkeit genommen, den mit Abstand besten Auftritt der Rückrunde live zu verfolgen. Die schlechte Chancenverwertung ist weiterhin das größte Manko unserer Truppe, sonst hätte die TSG mehr als nur zwei wertvolle Punkte im Meisterschaftskampf verloren. Aber besser als nichts, dann doch lieber die Antifußballer von Hertha BSC als dieser achso knuffige Traditionsvereine aus der Peripherie der Rhein Neckar „Metropole“. Die Stimmung im Stadion war heute auch erstaunlich gut, besonders positiv überraschten mich die Außenblöcke und der Oberrang der Südtribüne, wo man häufig lautstark gegen Hopp und Konsorten skandierte. Es freut mich, dass der auch BVB Fan sich diese garstige Ausgeburt des modernen Fußballs ablehnt und nicht nur die bösen sogenannten Fans in Anführungszeichen sich auf Kosten eines lupenreinen Demokraten in Vodergrund drängen…

Nach dem Spiel ging es dann schnellstmöglich zurück in die Kulturhaupstadt, sollten doch Herwig und Kai-Uwe noch einen Gastauftritt auf dem Geburtstag der vielbesungen Frau Schöler absolvieren. Dort war selbstverständlich wieder Alkohol im Spiel, so dass Kai-Uwe bereits früh die Segel streichen mußte, um mit Gargarmel ins Zauberschloß zurückzukehren. Snör Bertram, Horst-Kevin und ich kehrten allerdings noch woanders ein, was für ein Wortspiel…

Wie das Wochenende Sonntag ausklang, entnehmt ihr doch bitte den Ausführungen von Ewald, dem Lyrikbich.

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