Archiv für Juli, 2009

Von Sarden, Sa(r)disten, Sardinen, Sardinnen und Sardellen

Veröffentlicht in Ewald sein Tagebuch mit Tags , , am Juli 30, 2009 von jamesewaldbich

Der Sarde an sich ist eher ein spießiger Gesell. Auf dem kleinen Archipel südwestlich von Rom herrschen gar absonderliche Gepflogenheiten. So ist es verpönt in der Öffentlichkeit tagsüber und auch des Abends dem Biergenuss zu frönen und laut zu singen….wohl eine Form des Sardomasochismus.

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Doch hat die Insel auch ihre schönen Seiten: staubige Schotterpisten, 47 Grad im Schatten, überall Sand (und das nicht nur bei Ebbe), nervige Strandverkäufer (nennen wir sie der Einfachheit halber in der Folge einfach „Luv“), Menschen die ausländisch reden (stellt euch einfach vor, ihr seid in Schwaben) und Wüstenstürme.

Ein Bich (nennen wir ihn E.) erklärte sich dereinst bereit, zum Wohle der Gemeinschaft dieses geographolophantastische Wunderarchipel zu erkunden…mit all seinen Vorzügen. So fand er sich in der Zeit der Regentschaft des heiligen Messias und in Begleitung der holden Azrael Bich und ihrer Zwillingskatze im Hafen der Lüfte von Olbia ein um von dort aus mit der Postkutsche ins Landesinnere vorzudringen. Olbia hieß in grauer Vorzeit einmal „Oliba“ nach der auffälligen Gesichtsbehaarung des damals Herrschenden Königs von Sardinien.  Durch übermäßigen Genuss von hopfenhaltigen Getränken und die damit verbundene undeutliche Aussprache setzte sich dann Olbia durch. Ob andere Städte auch nach Körperteilen benannt worden waren, ist nicht überliefert. Ein Fall für JVL?

Nach gefühlt mehreren Tagen Reisezeit gelangte er nahe der Stadt Valledoria in ein Stranddorf, das von Menschen bewohnt war, die ihm nicht so fremd schienen, wie all jene die ihm bis dato begegnet waren. Ihr Stammesfürst Sebastianus (der des Öfteren von seinem „ius primae noctis“ Gebrauch machte)

nannte seine Untertanen „Liebe Gäste“. Das Völkchen gefiel dem ältesten der Bichs und er entschied sich, für eine Weile in dieser Oase der Ruhe zu bleiben. Was ihm besonders gefiel war das Gebräu ihres Druiden Benny Hur, das sie liebevoll „Ichnusa“ getauft hatten und das sie je nach Gemütslage auch lauwarm zu genießen pflegten. An diesen merkwürdigen Genuss gewöhnte man sich recht schnell und über „Ichnusa“ fand der Bich mit seiner Begleitung schnell Zugang zu den Menschen. Wie sich herausstellte litt das Völkchen seit Jahren an weiblicher Überbevölkerung und so wurde jedes männliche Exemplar, das nicht in Begleitung seiner Holden dort vorbeikam, kräftig umgarnt und beturtelt.

Doch genug des demographischen Geschwätzes. Der Tagesablauf im Dorf war sehr straff durchorganisiert und wer nicht spurte, der musste am Folgetag den Strand fegen. Nach dem Aufstehen fand man sich kurz zur ersten Nahrungsaufnahme des Tages ein, bevor man gegen 10 Uhr das erste Ichnusa die Kehle hinab laufen ließ. Doch nicht nur der Genuss bestimmte das Leben des Dorfes. Mit den ersten Sonnenstrahlen fand sich in manchem Morgengrauen stets ein Grüppchen Unentwegter, das auf die Jagd oder auch auf Erkundungstouren ging. So wurden auf selbst betriebenen Zweirädern Berge erklommen, Büffel erlegt, das Hinterland in Angst und Schrecken versetzt und dem geistigen Führer der Sattel-Sarden – dem heiligen Paulus – gehuldigt. Auch der Bich reiste zwei Tage im Gefolge des heiligen Paulus mit, erklomm Berge, kämpfte mit versteinerten Elefanten, fand Quellen, labte sich am Pecorino, stürzte sich von beinahe 100 Meter hohen Klippen, kämpfte mit Seesternen und Fischschwärmen, tänzelte auf schmalen Pfaden und sprang dabei dem Tod einige Male nur sehr knapp von Schippe. Nicht von seiner Seite wich ihm neben Azrael auch ein treues Wallaby-Männchen, das sich stets als sehr durstig erwies. Und weil aller guten Säufer nunmal drei sind, gab sich auch St.Martin ein Stelldichein und so triumvirierten sich die drei Rotnasen in den ersten schweren Tagen durch den Alltag.

Den Rest des Tages vertrieben sich die Dörflinge beim traditionellen und allseits beliebten Bierccia-Spiel, das angelehnt an das italienische Boccia, durch die Dorfbewohner eine besondere Gewichtung erhielt. So wurde eine leere Amphore des Ichnusa-Getränks als Ziel geschleudert und Ziel des Spieles war es nicht letzter zu werden. Denn der Letzte einer jeden Partie musste Höllenqualen erleiden und durch den heißen Wüstensand die Spielgeräte aller Mitspieler apportierten.Bierccia

Der Dorfälteste und gleichzeitig Regenmann, das war Tom. Gefangen in sich selbst, konnte er mit dem Wind flüstern und verstand sich darauf seinen Jüngern die Welt zu erklären. So hatte er eine Form des Fischfangs erfunden, bei der sich das Fischerboot eines Segels bediente und dem Wind gehorchte.

Den Dorfbewohnern versuchte er es beizubringen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. So wurde manch ein Schwertwahl mit dem Schwert und manch ein Finnwahl mit der Finne erlegt. Der Druide Benny Hur verarbeitete das Tier dann des Abends zu einem leckeren….Gemüsegericht. Was Tom der Wind war Benny Hur das Feuer. Benny Hur

In seiner Giftküche züngelten die Flammen so manches Mal gen Himmel und vertrieben die bösen Geister. Bereits tüchtig beseelt von Ichnusa und anderen Spezialitäten trafen die Menschen sich des Abends, um gemeinsam in ein Nachbardorf zu reiten. Dort hatten zwei Germanen eine kleine Taverne eröffnet, die sich darauf verstanden, Dinge schmackhaft gefrieren zu lassen. Nach dem Ausritt feierte man bei einigen Ichnusas und dem einheimischen Mirto, dass man den Tag wohlbehalten überstanden hatte. Die Bürger trafen sich am Strand ein letztes Mal um bei musikalischen Klängen den vergangenen Tag zu verabschieden und den neuen zu begrüßen. Die sportlichen unter ihnen frönten dem Bich-Volleyball. Ein gelungener Import…

Nach zwei Wochen trieb es den Bich und Azrael gen Heimat. Und weil sie so bezaubert waren von E. Bichs Erzählungen aus seiner Heimat, folgten ihm einige Bürger des Dorfes und durchstreifen wohl noch heute die weiten Wälder um Assindia.

Der Biograph von

Ewald Bich

Bich-Volleyball

PS für die Älteren: Es lag leider kein Schnee, aber auch auf Sand kann man super…

„Ich glaub, es geht schon wieder los…

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer am Juli 29, 2009 von schnurzeletti

…das kann ja wohl nicht war sein“, so besingt Lieblingsschwiegersohn und Schlagerbarde Roland Kaiser das alljährliche Ende der Sommerpause, welches das pfundige Viertel der Bichs gestern zelebrierte. Da ich urlaubstechnisch am vergangenen Samstag weder in Burghausen noch im Westfalenstadion Fußballatmosphäre schnuppern konnte, begann die Jubiläumssaison des wohl großartigsten aller Ballspielvereine erst mit dem gestrigen Spiel der Zwoten gegen die Braunschweiger Eintracht.

Wie gewohnt kutschierte mich der diesmal angenehme leere RE 1 vom bekannten Raucherbereich aus in die Bierhauptstadt meines Vertrauens, wo mir beim Anblick der Schlangen vor der Roten Erde erstmal der Atem stockte. Wie beim Derby eine schier unglaubliche Nachfrage nach Tickets und nur kümmerliche 4 geöffnete Kassenhäuschen. Bei schlechtem Wetter und unattraktiven Gegner konnte aber auch keiner mit dieser Begeisterung rechnen…  Dortmund ist heiß!

Noch turbulenter als vor dem Stadion ging es aber auf den Rängen zu. Ein propevoller Block H schrie, sang, trommelte und schwenkte sich in Ekstase, die Kurve stimmte gelegentlich mit ein.  Dazu ein paar halbnackte Braunschweiger Hampelkinderim gut gefüllten Gästeblock – ein rundum gelungenes Schauspiel auf der Tribüne. Leider konnte der Funke nicht richtig auf die Mannschaften überspringen, diese boten dem geneigten Kiebitz über größte Teile der Spielzeit nicht mehr als biedere Hausmannskost. Eigentlich kein Problem, schließlich kämpfen wir gegen den Abstieg und jeder Punkt, insbesondere gegen potentielle Aufstiegskandidaten ist ein voller Erfolg.  Schade ist es trotzdem, dass keine der beiden Großchancen genutzt wurde, das wäre aber aufgrund der Braunschweiger Überlegenheit in den letzten zehn Minuten vielleicht etwas zu viel des Guten gewesen.

Damit wären die Ereignisse des Tages eigentlich soweit aufbereitet, wäre da nicht die alles entscheidende Frage, wie sage ich nachher Tschüß? Auch ein anderer Schlagerbarde und Zweitlieblingsschwiegersohn ist sich da unsicher: Hast la Vista oder Ciao? Grüß mir Deine Frau? Gestern habe ich endlich die Antwort gefunden, die zumindest die Saison über gilt:

„Bis Samstag!“

Schublade auf – Fan rein – Schublade zu

Veröffentlicht in Bichse eklären die Welt mit Tags , , , , , am Juli 11, 2009 von schnurzeletti

Schubladendenken ist bekanntlich etwas ziemlich schönes. Zum einen erspart man sich das lästige nachdenken und differenzieren zum anderen hat man sofort ein perfektes, unerschütterliches Weltbild – und das in unserer schnelllebigen Zeit. Welch Vorteil.

Dass man sogenannte Fans in Anführungszeichen eindrucksvoll in drei völlig ausreichende Kategorien steckt, weiß der gemeine Bichblogleser schon seit Jahren. Diese Woche wurde diese Absurdität aber um ein weiteres Kapitel ergänzt. Wie sicherlich auch jeder schon der Blogosphäre entnommen hat, reichte die Bundestagsfraktion von Büdnis90/Die Grünen diese Woche „den Antrag, alle Formen von Diskriminierungen zu thematisieren, Bürgerrechte von Fußballfans zu stärken und für einen friedlichen und integrativen Fußballsport zu werben“. Wie nicht anders zu erwarten, wurde dieser durchaus vernünftige Antrag von den sogenannten „Volks“parteien abgelehnt. Neben einer ohnehin haarsträubenden Begründung („Der Antrag enthalte eine Reihe von Selbstverständlichkeiten und Banalitäten“) durfte sich auch noch der ausgewiesene Soziologe und Intimus der Fanszene Deutschlands Bernd Heynemann zu der Thematik äußern.

Seiner  eloquenten und nachhaltigen Einschätzung der Lage verdanken wir nun drei neue Kategorien, in die wir die sogenannten „Fans“ nun stecken können.

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter und jetzige CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Heynemann äußerte sich in einer Rede zum Antrag und erklärte, dass es bei Fußballfans grundsätzlich drei Typen gäbe. So sei der erste Typ derjenige, der gerne ins Stadion geht, um guten Fußball zu sehen und seine Mannschaft anzufeuern. Die zweite Gruppe Fans sind nach Heynemann die Hooligans, die „vorrangig Ausschreitungen mit anderen Fangruppierungen und der Polizei und den Ordnungskräften provozieren wollen.“ Ihnen sei, so Heynemann, das Zünden von bengalischen Feuern und Rauchbomben ein legitimes Mittel, um andere zu stören. „Die dritte Gruppe, die so genannten Ultras, haben sich zum Ziel gesetzt, im Vorfeld des Stadions, das heißt in der Stadt und im Stadion schon Hasspunkte, Gewaltpunkte, Krawallpunkte zu setzen. Und sie haben mit dem Fußball nichts mehr zu tun, stellen aber eine große Bedrohung dar, da sie sich beim Anmarsch und beim Rückmarsch der Fans zum und vom Stadion mit unter diese mischen und damit Ausschreitungen mit den Ordnungskräften und der Polizei provozieren“, so Heynemann weiter.

Dazu kann der Bichblog nur gratulieren, Herr Heynemann hat alle Probleme in Fußballdeutschland grundlegend analysiert und viele Lösungen aufgezeichnet. Hoffen wir, dass DFB, DFL Fanvertreter und Fanprojekte schon bald auf diesem Fundament Konzepte entwickeln können.

Da Fußball für die Bichs aber nur eine gesellschaftliche Randerscheinung ist, würden wir uns diese komplexe Schubladeneinschätzung auch in anderen Bereichen wünschen und bitten daher die Herrn Heynemann die deutsche Polizeiarbeit zu kategorisieren. Hierzu stellen wir gerne  Bildmaterial und einen kleinen Bericht zur Verfügung. Wobei Herr Heynemann selbstverständlich auf die vorbildliche funktionierende Gewaltenteilung in unserer freiheitlich demokratisch grundgeordneten Überrepublik verweisen kann ( 1. 2. 3. )

Deutscher Meister wird nur der BVB

Veröffentlicht in Bichse eklären die Welt, Voll Sinn, sinnVOLL am Juli 9, 2009 von vierauge

Die Essener Uniliga hingegen konnte ja nur der 1. FC Pennematz gewinnen. Ein Hoch auf die Jungs!Ein besonderer Glückwunsch geht an die 2 Bichs, die für den Erfolg verantwortlich waren: Leader und Medienstar Horst-Kevin und „die Gute Seele der Manschaft“ Herwig!!! Die Bichgroupies  GTorwart, GT Malte, GTimo, GT Simon und GT alle anderen verzückten ebenfalls durch Ihre Leistungen. Bravo! Erwähnenswert auch der Edelfan GTorwarts Vadda, der jedes Spiel gesehen hat, quasi Ultrà per sempre Pennematz!!!

Sommerpause ist doch gar nicht so doof!

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags am Juli 7, 2009 von schnurzeletti

Zugegeben – der Titel ist provokativ und gleichzeitig erlogen. Deswegen wollen der netteste und der fetteste Bich Euch eine kleine Abwechslung vom langweiligen Alltagstrott bieten und laden deshalb alle Leser ein, den zweitbesten Fußballverein der Welt anzufeuern.

Auf den Tag genau 19 Jahre nach dem Triumph der deutschen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft in Italien, gibt es morgen wieder die Möglichkeit einem ähnlich monumentalen Ereignis beizuwohnen.

Um 20.00 Uhr gibt sich der 1. FC Pennematz die Ehre im Finale der Uni-Liga anzutreten. Über zahlreiche Unterstützung würden wir uns natürlich freuen – also erscheint zahlreich am Uni Sportplatz an der Gladbecker Straße (B 224).Ein Besuch lohnt auf jeden Fall, wer sich wider Erwarten langweilen sollte, findet sicherlich Abwechslung auf dem nebenan gelegenen Straßenstrich – eine gute Gegend!

Wer den Weg zum Finale nachverfolgen klickt hier, wer die Hintergründe kennen will hier, wer die Helden sehen will, klickt hier!

Für alle Interessierten haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und ein kompentes Team fähigster Mediengestalter gebeten, diese Anfahrtsskizze zu erstellen:

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Bichs on Tour

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer am Juli 2, 2009 von schnurzeletti

Pack den Jutebeutel ein, nimm Dein kleines (hoffentlich gutaussehndes) Schwesterlein und besuch die Bichs auf ihrer Deutschland Tournee:

01. Köln (H)
02. Hamburg (A)
03. Stuttgart (H)
04. Frankfurt (A)
05. Bayern (H)
06. Hannover (A)
07. Reichsrekordmeister (H)
08. Gladbach (A)
09. Bochum (H)
10. Leverkusen (A)
11. Hertha (H)
12. Bremen (A)
13. Mainz (H)
14. Hoffenheim (A)
15. Nürnberg (H)
16. Wolfsburg (A)
17. Freiburg (H)