Archiv für Juni, 2009

Sprachlose Bichs

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , am Juni 26, 2009 von Horst-Kevin

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Trauer, Entsetzen und Sprachlosigkeit bei der Famile Bich. Lassen wir einfach ähnlich berühmte Personen für uns sprechen:

Adolf H. (deutscher Politiker) : „Sein Wechsel der Hautfarbe hat mir besonders imponiert. Die Besten sterben immer jung!“

Saddam H. (irakischer Landschaftsarchitekt) : „Besser Neverland-Ranch als Erdloch.“

Marc D. (Belgier wie du und ich): „Er war Vorbild für uns alle!“

Lothar M. (Fremdsprachenkorrespondent des DFB): „Der Mann war absolut überschätzt. Ich lasse mich nicht von jedem dahergelaufenen Michael Jackson aus Bielefeld mit den Füßen treten!“

Edmund S. (bayrischer Rhetorikkünstler): „Wenn wir den Transrapid gebaut…dann hätte Michael Jackson in sein Haus einsteigen können…und wäre in 10 Minuten…WEIL DAS JA KLAR IST!!!“

Benjamin B. (sprechender Elefant, nicht immer zum Sprechen aufgelegt): „Töööööööörööööööööööööööööööö!“

Pinocchio (notorischer Lügner): „Seine Nase war perfekt. Ich hätte auch gerne eine solche!“

Sommerloch

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags am Juni 24, 2009 von Horst-Kevin

Wer kennt es nicht? Die Saison ist vorbei und im Bichblog ist wieder mal Flaute. Die Besucherzahlen gehen zurück und die Bichs müssen sich abstruseste Geschichten ausdenken, um die Leser bei der Stange zu halten. Übrigens eine Methode, die von den Medien übernommen wurde, die ihren Ursprung allerdings tatsächlich im Bichblog hatte. Dieses Jahr sind wir allerdings einfach zu faul für eine große Medienkampagne und wollen einfach mal zurückblicken, mit welchen Geistesblitzen wir euch in den letzten Jahren auf Trab gehalten haben. Hier also eine kleine Zeitreise in die Bich-Vergangenheit:

  • 1933 forderten die Bichs in einer Polemik, Israel für 50 Milliarden Reichsmark zu kaufen und ins deutsche Reich einzugliedern. Der Vorschlag wurde heiß diskutiert, letztlich aber von der Regierung abgelehnt.
  • Im Sommer 1937 unterbreitete Ewald der Reichsregierung den eigentlich augenzwickernd gemeinten Vorschlag die Skigebiete Frankreichs, Polens, Österreichs und der Tschechoslowakei in Deutschland einzugemeinden. Die Idee stieß aber auf offene Ohren und so vergrößerte die Regierung ab 1939 sukzessive das Staatsgebiet bis im Jahre 1942 die Skibegeisterung der Deutschen rapide nachließ.
  • 1946, unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkriegs schlugen die Bichs vor, die SPD und die neu entstandene CDU zur BED, der „bürgerlichen Einheitspartei“, zu vereinen, um eine starke, regierfähige Partei zu erhalten und die wiedererstarkte KPD im Zaum halten zu können. Der Vorschlag wurde später in anderen Ländern kopiert.
  • 1950 versuchten die Bichs mit der Idee zu überzeugen, dass man mit Hilfe rechtsgerichteter Militärputsche versuchen solle, demokratisch gewählte Regierungen in Südamerika zu stürzen und Bich-freundliche Diktatoren zu installieren, um diese Länder besser kontrollieren zu können und den Bichs den Zugang zu den Rohstoffen dieser Länder zu erleichtern.
  • Leider waren nicht alle Pausenfüller so erfolgreich. Am 17. Juni 1953 behaupteten die Bichs, dass im deutschen, demokratischen Arbeiter und Bauernparadies ein Volksaufstand gewaltsam niedergeschlagen wurde. Diese Ente war allerdings zu auffällig, und nicht einmal der Springerpresse eine Schlagzeile wert.
  • 1963 überlegten die Bichs, der Polizei eine uneingeschränkte Schießerlaubnis auf Demonstranten aller Art einzuräumen, um Demonstrationen besser unter Kontrolle zu halten und einschüchtern zu können. Später wurde angedacht, diese Idee auch auf andere Massenveranstaltungen zu übertragen.
  • 1995 hatten die Bichs die Idee, dass große Konzerne ihren Betriebsräten Besuche im Puff finanzieren sollten, um diesen zu „kontrolliertem Geschelchtsverkehr“ zu verhelfen und Korruption auszuschließen. Entsprechend erfreut reagierte die Familie, als mit VW das erste Staatsunternehmen beschloß, diesen Vorschlag in die Unternehmensleitlinien aufzunehmen.
  • Im Jahre 2000 machten die Bichs einen ganz besonderen Vorschlag zur Jahrtausendwende. Man forderte auf dem World Trade Center in New York Landebahnen für Flugzeuge einzurichten, um dieses besser an den internationalen Verkehr anzubinden. Wieder einmal wurde der besondere Humor der Bichs leider nicht von allen Weltbürgern verstanden, was dazu führte, dass das World Trade Center heute leider nur noch in Dresden existiert.

Alles über Kotze – Kotze über alles!

Veröffentlicht in Jan von Liv erklärt die Welt am Juni 21, 2009 von schnurzeletti

Wehrte Bichleserschaft,

einem mutmaßlich aktuellen Bezug geschuldet erreichte mich in den letzten Tagen der Leserwunsch bezüglich des Subjets dieser Sitzung. Die Begierde des nimmermüden Biergerdis bestand in der Aufklärung des Faktums des Erbrechens infolge erhöhten Zuspruchs ethylalkoholhaltiger Speisen und Getränke.

An dieser Stelle kann ich wohl mit Fug und Recht behaupten ich sei der adäquate Ansprechpartner, schließlich wurde ich Anno 2004 im Altkreis Norden zum Großkotz des Jahres gekürt.

Bereits im 11. Jahrhundert konstatierte Avicenna „Vomitus fortis infantium curatio“. Vor was dieses mächtige Heilmittel uns bewahren soll ist jedoch immer noch unbekannt. Seither versucht die Menschheit Licht ins Dunkel der Unkenntnis zu bringen und die Wurzel des Unbehagens zu ziehen. Allgemein wird angenommen es müsse sich um eine generelle Vergiftung oder Unverträglichkeit handeln auf die unser Körper mit Erbrechen als Selbstschutz reagiert.

Eins und Eins zusammenzurechnen und den Alkohol sowie seine Menge als Übel auszumachen verkommt jedoch ganz klar zur Milchmädchenrechnung. Er kann gar nicht Schuld haben. Der Alkohol und insbesondere der heimische Gerstensaft haben uns in so vielen Krisen loyal und standhaft zur Seite gestanden, dass man ihm nichts Böses kann. Hätte Adenauer die Heimkehr der Zehntausend ohne den engagierten Griff zur Flasche bewerkstelligt? Wäre es ohne die Teilhabe von acht bis zwölf Weißbier jemals zur Wutrede von Rudi Völler gekommen? Ein Kasten hochprozentiger Endorphine hätte uns vor nunmehr vier Jahren beinahe vor Kanzler Merkel beschützt und dem Bierkanzler eine weitere goldene Legislaturperiode beschert. Man kann also in aller Deutlichkeit resümieren, dass Bier […] der überzeugendste Beweis dafür [ist], dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will (Benjamin Franklin). Auch der zeitgenössische Philosoph Campino schlussfolgerte unlängst Kein Alkohol ist auch keine Lösung. Und genau an dieser Stelle muss man konstatieren: Nur Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit.

Es muss also ein anderer Grund gefunden werden!

Eine der aktivsten Forschergruppen koordiniert ihre Untersuchungen über die ortsansässigen Schützenbruderschaften in ganz Deutschland. Insbesondere die ems-, münster- und sauerländischen Schützenbrüder haben sich hierbei als besonders motiviert herauskristallisiert. Ein entscheidendes Indiz zur Lokalisierung des Übeltäters konnten sie zwar nicht präsentieren, jedoch mündete ihre rege Studienarbeit in der für ländliche Gegenden zweitwichtigsten Erfindung nach dem Traktor: dem Speibecken.

Eine erste Spur führte Anfang des 21. Jahrhunderts ins nördliche Ruhrgebiet. Dort wurde eine nicht unerhebliche Kausalität zwischen dem thematisierten Vomitus sowie königsblauem Polyester entdeckt. Alternativ wird auch ein Partizipieren eines Mescheder Brauhauses in Betracht gezogen.

Ein weiteres, nicht unerhebliches Indiz führte an den Golf von Mexiko wo alljährlich die Elite der US-amerikanischen Hochschulen mit einem Gläschen Grappa auf die vorlesungsfreie Zeit anstoßen. An dieser Stelle wird angenommen, dass die degenerierte Physiognomie des Amis an sich scharfe Speisen, wie sie in Acapulco, Cancún und Cabo San Lucas gereicht werden nicht mehr verträgt und es deshalb zu dieser schwallartige Entleerung des Magen- oder Speiseröhreninhaltes entgegen der natürlichen Richtung kommt.

Eine dritte Möglichkeit, die in Betracht gezogen werden muss, ist die Tatsache einer tatsächlichen Vergiftung. Diese kann versehentlich durch verfallene und ungenießbare Getränke hervorgerufen werden. Berühmt berüchtigt ist hierbei das vorletzte Bier, welches in vielen Kneipen und Spielunken überproportional oft schlecht ist. Andererseits kann diese Lebensmittelvergiftung auch vorsätzlich verursacht werden indem der gute Ethylalkohol (C2H6O) mit minderwertigem und giftigem Methylalkohol (CH3OH) gestreckt ist. Letzteren kann man besser in sein Moped tun als sich damit oral zu verlustieren.

Die Ursache zum Übergeben kann natürlich auch darin begründet sein, dass einen einfach alles ankotzt! (Alles Gute für eure gemeinsame Zukunft Magnus & Romy!)

Zusammenfassend muss ich also mit der Erkenntnis schließen, dass es bis heute keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen übermäßigem Alkoholzuspruch und dem Erbrechen gibt. Tut mir Leid Gerdie – da müssen wir wohl weiter experimentieren!

Wir sehen uns beim Forschen!

Und wir gehen immer noch zum HSV…

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer am Juni 16, 2009 von Horst-Kevin

Fußball-Bundesliga, das ist heutzutage nicht mehr bloß Sport, sondern auch Entertainment und so lässt sich auch Teilzeitfußballfan Horst-Kevin Bich nicht lumpen, sich das Spektakel hin und wieder anzuschauen. Dieses Wochenende war die Gelegenheit mal wieder günstig: Die Tischtennissaison ist vorbei und ein Familienbesuch beim Bich-Cousin aus Hamburg stand auf dem Programm.Welch schöner Zufall, dass der HSV ausgerechnet an diesem Sonntag zu Hause spielte und dann auch noch gegen die Atzen aus Berlin, den Tabellenzweiten und die Mannschaft des ehemaligen Bich-Notars Ben Jo Gerner. Also packte ich Samstag meinen Retro-Jute-Beutel und bestieg den Zug, um ein tolles Familienwochenende in Nordeutschland zu erleben. Den Samstag verbrachte ich dann mit Fußball-Gucken, Grillen und Bier trinken – was man halt so macht, wenn man schon mal in Hamburg ist. Sonntag musste ich dann frühzeitig das Land des Pennematzes verlassen, um einem Familienessen beim besten Chinesen Hamburgs beizuwohnen, bevor es anschließend Richtung Stadion ging. Die Karte im Oberrang der Südtribüne , direkt neben dem Gästeblock, kostet 25 Euro, also 50 DM, das sind immerhin 100 Zloty. Dafür bekommt man jedoch auch einiges geboten: Kaum im Stadion angekommen, bekomme ich einen Sonnenschutz von meinem Lieblingssender NDR geschenkt, außerdem liegt auf meinem Sitz irgendein Pizzagutschein mit dem Aufdruck „1:0″ für Sie. Ich komme aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus, obwohl das Spiel noch gar nicht begonnen hat. Hoffentlich kann ich das Ergebnis halten! Das nun folgende Spiel ist allerdings in der Tat ziemlich spannend, zumal es für beide Mannschaften darum geht, weiter im Kampf um die Meisterschaft mitzureden und beide auch dementsprechend nach vorne spielen. Die beiden Kutten rechts von mir hält das trotzdem nicht davon ab mindestens 3x pro Halbzeit Bier und Würstchen holen zu gehen und das obwohl ein Bierverkäufer auf der Tribüne herumläuft. Der HSV geht früh in Führung, also muss Hertha das Spiel machen, bis Mitte der 2. Halbzeit durch ein Traumtor der verdiente Ausgleich gelingt. Auch danach spielen beide Mannschaften weiter nach vorne und haben genug Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Insgesamt hat sich der Besuch also für den neutralen Beobachter wirklich gelohnt, das Spiel war absolut hochklassig.

Nach dem Spiel fahre ich dann schnell auf die Reeperbahn, ausnahmsweise mal nicht um zu ficken, sondern um zu einem Konzert von „Beirut“ zu gehen. Das Konzert ist ziemlich gut, allerdings auch leider ziemlich kurz. Nachdem ich in den letzten Wochen mit Kai-Uwe bei „Razorlight“ und den „Rifles“ war, muss ich doch sagen, dass es anscheinend immer verbreiteter wird, nur noch 70-80 Minuten zu spielen. Allerdings möchte ich dem Bichblogleser diese tolle Band trotzdem nicht vorenthalten, auch Musikexperte Herwig wird sicherlich daran gefallen finden:

Seit wir zwei uns gefunden

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , am Juni 13, 2009 von schnurzeletti

Nun ist also grauenhafte Gewissheit, die Saison 2008/2009 ist endgültig Geschichte und der magische Ballspielverein wird wohl einige nicht enden wollende Wochen im Urlaub verweilen. Damit sich aber der sogenannte Fan in Anführungszeichen nicht allzu sehr langweilt, wollen wir heute nocheinmal den letzten Spieltag der Regionalliga West Revue passieren lassen.

Die Spielplanersteller bei der Fußballmafia DFB hatten dieses Jahr augenscheinlich außergewöhnlich gute Laune und so wollten sie den Fans zum Abschluß des Spieljahres noch ein Topspiel schenken. Eigentlich hätte die Paarung zwischen den Amateueren unserer Borussia und dem Sportclub von der Hafenstrasse wohl über Aufstieg und Klassenverbleib entscheiden sollen, wären nicht die Essener weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückgeblieben. So konnten unsere Kleinen bereits in der Vorwoche den Aufsteig perfekt machen und der gemeine Zuschauer endlich mal ein Spiel verfolgen, bei dem es tatsächlich um die viel beschworene goldene Ananas ging.

Entsprechend gut gelaunt machten sich auch die dreiviertel der mächtigen Bichvierlinge auf den Weg, nur Ewald sollte von seinem Magen dazu gezwungen werden, bei Fencheltee und Zwieback auf in der Nähe des Thrones zu verharren. Aufgrund unterschiedlicher Anreisemodalitäten wählten die verbliebenen Brüder den obligatorischen Treffpunkt im Kreuzviertel, wo zumindest einige kleine Alsterwasser den Besitzer wechselten. Obwohl es heute weder gegen die Bayern noch die gegen die Blauen oder die kreuzsympathischen, kein bisschen etablierten, unangepassten Jungs vom FC Sankt Pauli ging, entschieden sich die Amateurkunden mit den Doppelnamen auch heute tatsächlich das Spiel im Stadion zu verfolgen. Standesgemäß natürlich auf der Haupttribüne.Ich hingegen entschied mich für einen Platz bei den Jungs in der Kurve, wo ich auch entspannt das nicht ganz so kurzweilige Spiel in netter Gesellschaft verfolgen konnte. Leider ist das Westfalenstadion doch zu überdimensioniert für Regionalligapartien, so dass selbst die lautstarken Ultras von die Amateuere keine richtige Atmosphäre erzeugen konnten. Hoffentlich sehen die Verantwortlichen ein, dass die Stimmung in der Roten Erde deutlich besser ist und versuchen dementsprechend auch in der dritten Liga dort zu spielen. Aus Essen waren circa 200 Unentwegte (ohne Bichs) angereist. Diese beschränkten sich allerdings voll und ganz darauf anwesend zu sein und traten weder akkustisch noch optisch nennenswert in Erscheinung.

Als der Schiedsrichter dann ein Einsehen hatte und das 0:0 der schlechteren Sorte abpfiff, wurde die Mannschaft noch gebührend gefeiert. Es ist immer eine wahre Freude zu sehen, wie authentisch die Jungs sich freuen. Megageil auch das von den Spielern inszenierte gemeinsame Klatschen mit der Tribüne. Schwer zu beschreiben, aber für alle Anwesenden sichlich ein absolutes Highlight. Endlich wieder Fußball mit Herz und so gar kein Vergleich zu den abgestumpften Profifußballern, bei denen sogar die Jubelgesten einstudiert wirken.  Hoffen wir also, dass diese Mannschaft uns auch in der neuen Saison mit ähnlichem Elan auftritt, auch wenn es in der dritten sicherlich von Anfang an nur ein Ziel geben kann: Klassenerhalt!

Nach dem Spiel waren dann die durchtrainierten Überbichs noch auf einem Junggesellenabschied geladen, wo wir total originell in einheitlichen T-Shirts Schnaps und Kondome verkaufend durch die Düsseldorfer Altstadt zogen. Der Junggeselle selber erfreute sich außerordentlicher Beliebtheit in seinem Osterhasenkrankenschwesternsamuraikostüm bevor wir den Abend im obligatorischen Stripclub ausklingen ließen. Über die totale Eskalation hüllen wir einfach den Mantel des Schweigens und wünschen unsern dänischen Lesern ein angeneheme Nacht.