Archiv für Mai, 2009

Fürn Arsch!

Veröffentlicht in Jan von Liv erklärt die Welt mit Tags , , am Mai 30, 2009 von vierauge

Wenns drauf ankommt ist die Mannschaft einfach zu doof! Und wie das Saisonfinale ist auch die heutige Lektion fürn Arsch.

Still und leise endet mit dieser Saison auch die sportliche Karriere Lars Rickens. Dem Ur-Dortmunder, dem ewigen Talent und wohl der Identifikationsfigur der Erfolgself Mitte der 90er Jahre. Doch auch neben dem Platz machte er von sich Reden, indem er mit Intelligenz und Eloquenz der versammelten Journaille in Nadelstreifen linguistische Leckerbissen in den Block diktierte. Eines dieser Bonmots behandelte die Flatulenz. Als kleine Reminiszenz an diese goldenen Zeiten möchte ich heute der Bitte nachkommen in dieser Sitzung über Darmwinde und die Gründe ihres Geruchs zu dozieren.

Der Flatus bezeichnet den Teil der bei der Verdauung entstehenden Darmgase, der nicht in den Blutkreislauf diffundiert und über die Lunge abgeatmet wird sondern den klassischen Weg nimmt. Er umfasst rund 0,5 bis 1,5 Liter täglich. Der Abgang des Flatus erfolgt nach kumulierter Gasansammlung am Ende des Mastdarms. Das Geräusch wird dabei durch die Vibration der Analöffnung verursacht, variiert jedoch nach Spannung des Schließmuskels, Geschwindigkeit, mit der das Gas ausgestoßen wird, sowie dem Volumen der ausgestoßenen Gasmenge.

Hauptbestandteile sind Stickstoff (N2), Wasserstoff (H2), Methan (CH4), Kohlenstoffdioxid (CO2) sowie Schwefelverbindungen. Da es sich hierbei teilweise um Treibhausgase handelt, ist der Bürger durch das Kyoto-Protokoll angehalten insbesondere die Kohlenwasserstoffe zu reglementieren. Methan als Vertreter der Alkane ist nämlich aus klimarelevanter Sicht 23-mal gefährlicher als Kohlenstoffdioxid. Dieser Umstand lässt sich ganz simpel durch eine exotherme Reaktion bei der das Methan mit Sauerstoff lediglich zu Kohlenstoffdioxid und Wasser (H2O) reagiert beheben.

Wasserstoff, Methan und Schwefelverbindungen werden bei der Verdauung unter anaeroben Bedingungen im Darm von den Bakterien Escherichia coli, Bacteroides vulgatus und Methanobrevibacter smithii gebildet. Die hierbei unter Luftabschluss entstehenden Faulgase wie Methan und Schwefelwasserstoff (H2S) tragen zum Teil auch zum Geruch, den man auch von faulen Eiern oder hypertrophen Wasserflächen kennt, bei. Das geruchslose Kohlenstoffdioxid entsteht im Magen wenn organische Nahrung mit der Magensäure (HCl) reagiert.

Hauptverursacher des Geruchs sind jedoch die Aromate Indol (C8H7N) und Skatol (C9H9N). Sie sind Abbauprodukte der essenziellen Aminosäure Tryptophan, die durch die Proteine in der Nahrung aufgenommen wird. Bei der Biosynthese von Skatol entstehen zusätzlich u.a. auch noch Ammoniak (NH3) und Wasserstoffperoxid (H2O2), die ebenfalls nicht geruchsneutral sind. Je höher der Fleischkonsum ist, desto höher ist also auch der Skatolanteil im Stuhl und desto mehr stinkt es. Die Geruchsschwelle für Skatol liegt beim Menschen bei einer Verdünnung von einem Milligramm auf 250.000 Kubikmeter, dem Volumen einer 200 × 50 m × 25 m großen Fabrikhalle.

Die individuelle Note nach Alkoholgenuss rührt daher, dass der Verdauungsapparat ziemlich durch einander kommt und vorrangig den Alkohol abbaut und den restlichen Mageninhalt rumfaulen lässt. Zusätzlich kommt es zu einer Überproduktion von Magensäure, die man in Form des Sodbrennens erfährt und zu einer Schädigung der Bauchspeicheldrüse was der Verdauung im Zwölffingerdarm nicht zuträglich ist.

Euer schlauster Mensch der Welt

Wir schmeissen Stein um Stein

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , am Mai 28, 2009 von schnurzeletti

Werte Bichfreunde,

Folgende Situation stelle man sich vor: Man hat, wie sooft,  einen wunderschönen Abend mit einer außergewöhnlich gut aussehenden Dame verbracht, fürstlich gespeist und auch das ein oder andere Gläschen Wein dazu in seinen (und vor allem ihren) Pachtkörper geschüttet und bringt nun die Angebetete nach Hause. Selbstverständlich bejaht man die bekannte Frage nach einer letzten Tasse Kaffee in ihrer Wohnung, geht voller Freude nach oben und die Dinge entwickeln sich prächtig. Soweit so gut, doch dann die große Enttäuschung: Es gibt tatsächlich nur Kaffee und sonst gar nichts, nichts, nada, finito! Völlig frustriert geht man also nach Hause, und das obwohl man genau das bekommen hat, was einem versprochen wurde.

Etwa so ähnlich fühlt sich auch noch 100 Stunden nach dem Saisonfinale der unglückliche Ausgang an. Klar sah man gelegentlich die versprochenen Vollgasverantaltungen, natürlich jubelten wir über die über die Siege gegen die vermeintlich stärkere Konkurrenz und selbstverständlich sind wir froh, dass unser BVB zumindest wieder Fußball spielt und nicht länger als Schießbude der Liga gilt. Trotzdem hat man dieses flaue Gefühl in der Magengegend und fühlt immer noch die Enttäuschung – so nah war man dran. Und außerdem gibt’s noch diesen großen Unterschied zu oben beschriebenem Frauenszenario: Mit seinem außergewöhnlich gutem Aussehen, seiner charmanten Art und seinem prall gefüllten Portemonnaie, kann man natürlich jede Woche eine neue Schönheit ausführen,  doch keine ist so schön wie die schwarzgelbe Borussia aus Dortmund – so dass wir wieder ein ganzes Jahr warten müssen, bis wir unseren Kaffee wieder in Europa einnehmen können…

Zum Saisonfinale reisten die hungerleidenden Bichbrüder wie gewohnt mit dem Schmelztigelzug an. Selten waren soviele Fans in einem Zug unterwegs, neben einer staatlichen Anzahl richtiger Borussen in gelb, auch Mäuse in grau, falsche Borussen in mythosbraungrün und Kölner in poldischwarzrotgold. Daher entschied man sich kurzfristig in Duisburg den Zug zu wechseln  und fuhr dann relativ entspannt gen Rheydt, wo die 1312 anwesenden Freunde und Helfer dem freien Bürger wie üblich sogar Zutritt zu einem Getränkemarkt gewährten. Eigentlich traurig, dass solche Selbstverständlichkeiten extra erwähnt werden müssen.

Nach kurzer Stärkung in flüssiger Form ging es dann zum Stadion, wo sich die Bichs einmal mehr an der eindrucksvollen architektonischen Gestaltung und der fast noch gelungeneren Fantrennung erfreuten. Schon geil, dass man das Fanhaus der Gladbacher hinter den Gästeblock baut, so konnten wir tatsächlich die Gladbacher Überultras beobachten, wie gemeinsam auf ihren Ponys gen Zweckbau ritten. Eine richtig schöne Geste von  Ultras MG Block1900 in Zeiten streikender Kindertagesstätten den fleißigen Eltern eine zusätzliche Betreuungsmöglickeit anzubieten. So gehts wieder aufwärts mit unserem Land!

Zum Spiel heute mal keine Worte, so etwas wie Fußball fand ja ohnehin nur fünf Minuten statt. So blieb uns Fans am Ende nichts anderes übrig, als hoffnungsvoll auf das Ergebnis aus Frankfurt zu warten. Brachte aber bekanntlich nichts. Nach dem Spiel hatte dann keiner richtig Lust auf ÖPNV Terror, dementsprechend fuhr man direkt mit dem TU Bus Richtung Westfalenstadion, wo der Abend dan bei einer sogenannten Fanfeier ausklingen sollte. Viele Bier später wich die Enttäuschung dann kurzzeitig einem gnädigen Koma, bevor sie am nächsten Tag zurückkehrte und noch ihren ausgewachsenen Kater mitbrachte. Tja das wars!

Noch ist die Saison aber nicht gänzlich zu Ende, gilt es als Trostpreis immerhin noch den Aufstieg der Amateure unter Dach und Fach zu bringen. Erste Gelegenheit dazu bereits übermorgen in der nordrheinwestfälischen Ultra Hochburg überhaupt, bevor dann sieben Tage später der Fußball endgültig in die Fereien fährt.

Aber keine Angst, der beste Blog der Welt für die besten Fans der Welt versucht nichts desto trotz die Langeweile zu vertreiben, daher warten sicherlich einige spannend Fakten von Jan von Liv, einige Hoppingberichte vom 1. FC Pennematz und einiges aus der Rubrik „Dont look Bich in Anger“ auf Euch.

Auflösung des letzten Bilderrätsels

Veröffentlicht in Jan von Liv erklärt die Welt am Mai 22, 2009 von schnurzeletti

Passend zu unserer Kategorie erlauben wir Jan von Liv, das letzte Rätsel aufzulösen:

Verehrte Bichs,
im Folgenden meine Erläuterungen zur Lösung des Rätsels:

2. Genie (der mit der Ära die sich heute bzw. gestern jährt):
Da der 8. Mai bis auf den Geburtstag eines ehemaligen Klassenkameraden, der 1984 die Ära der Helge-freien-Zeit auf Norderney beendet hat (und Udo Lattek am 10.05.1981 entlassen wurde) nur das Ende des zweiten Weltkriegs vorzuweisen hat, so tangiere ich doch zu einer Person aus dem Dunstkreis derer die die alten brauen Hemden von Hugo Boss aufgetragen haben. Der
Umstand dass es sich um ein „deutsches“ Genie in Anführungszeichen handelt ist ebenfalls ein Indiz. Wer kann dieses Genie sein? Fritz Todt �
SA-Obergruppenführer, Reichsminister für Bewaffnung und Munition,Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen (Stichwort AUTOBAHN!) und Inhaber des ultimativen Endgegnernamens. Alternativ dazu kommt auch Karl Gegenbach infrage. Karl Gegenbach war SS-Standartenführer, Oberster SD-Führer in den besetzten Niederlanden sowie Leiter der Amtsgruppe III A im
Reichssicherheitshauptamt und somit einflussreicher Teilnehmer an der Wannseekonferenz. Möglicherweise fällt auch die Entwicklung der Reichsflugscheibe in den Arbeitsbereich der beiden Genies. Beide waren entscheidende Geburtshelfer des 1000-jährigen Reiches, gewichtige Nationalsozialisten sowie bedeutende Persönlichkeiten der Stadt Pforzheim.
Ihre letzten Lebenszeichen konnten in den 1960ern in Neuschwabenland lokalisiert. Der Stern kolportierte damals, dass sie am Kennedymord beteiligt gewesen wären.
1. Genie (das mit dem Sohn usw):
Es handelt sich hier um Bertha Benz (geboren in Pforzheim), Ehefrau von Carl Benz, erste Autofahrerin, Trendsetterin (Ihr sind die vielen Mercedessterne als Modeassecoire zu verdanken!) und Retterin des heutigen Weltunternehmens. Wer kann das schon von sich behaupten?

Sohn des Genies und Unterricht:
Richard oder Eugen Benz. Beide Söhne der erstgenannten Benz‘ und Mitinhaber des Automobilherstellers „C. Benz Söhne“. Da es zur damaligen Zeit noch kein Prozedere für den Erwerb eines Führerscheins, geschweige denn Fahrschulen gab, wurden die Käufer eines Fahrzeugs vom Hersteller eingewiesen und unterrichtet. Fahrschulen wurden erst 1921 eingerichtet und die Auto- und Chauffeurlenkerschulen konnten bis dahin von jedem kundigen Autolenker geführt werden. Bei wichtigen Persönlichkeiten übernahmen die Söhne Benz, denen ein Teilhabe an der Entwicklung der Reichsflugscheibe auch nicht vollends negativ bescheinigt werden kann, diese Aufgabe mit Freuden selbst. Diese Fahrschüler mussten natürlich wie euer Großvater auch über die
entsprechenden monetären Mittel verfügen. Hier kommen damals wie heute u.a. auch die Scheißmillionäre vom Fußballplatz infrage.

Die gesuchte Person kann also nur Robert Fuchs sein!

Er war Trainer des 1.FC Idar und später der erste hauptberufliche Trainer im deutschen Fußball bei Hannover 96. In seine Amtszeit fällt auch die Deutsche Meisterschaft 1937/38, bei der es ihm und seiner Mannschaft gelang dem damaligen Serienmeister der Hakenkreuze Parolie zu bieten und die Meisterschaft im dritten Entscheidungsspiel zu entreißen. Als Beweise habe ich hier äußerst <http://www.meine-online.eu/F75%20images/96%20Fuchs.jpg> aussagekräftige fotografische
<http://www.hannover96.de/CDA/uploads/pics/Neues_Bild__1__01.jpg> Zeitzeugnisse <http://img1.abload.de/img/meisterschaft1938jpgr080.jpg> ! Bei der Anschließenden Fußball-WM in Frankreich kam es anschließend zu einem
Eklat. Die Mannschaft des Deutschen Reiches schied unter dubiosen Verhältnissen im Wiederholungsspiel des Achtelfinales gegen die Schweiz aus. Robert Fuchs, der als Ehrengast mit der Nationalmannschaft in der auch viele seiner Hannoveraner Schützlinge spielten nach Frankreich gereist war wohnte diesem Spiel als emotionsloser Zuschauer auf der Ehrentribüne bei. Auf dieser Ehrentribüne auf der auch die Belletage des Sports aus dem In- und Ausland saß kam es bei Stand von 3:2 zu einer wüsten <http://einestages.spiegel.de/hund-images/2007/11/13/87/f7cac4be73fea1749192c8b4cb93f5f8_image_document_large_featured_borderless.jpg> Schlägerei, bei der Neben Fuchs auch der damalige Segler Marcel Bich sowie weitere Honoratioren und Funktionären der Belletage des Sports beteiligt waren. Es schließt sich also der Kreis. Das Ende der Ära von Robert Fuchs als bis heute dienstältestem Trainer von Hannover 96 fällt wie die Ära der Schalenlostierchen aus dem nördlichen Ruhrgebiet ebenfalls mit Kriegsende zusammen.

DAS ist deutsche Geschichte, Guido Knopp würde bei diesem konstruierten Müll weinen!

Bis gleich im Stadion (75%)
Jan

Diese Lösung ist selbstverständlich falsch, was auch dem klugen JVL zeitnah auffiel:

Hier nun der zweite Lösungsversuch von mir, der weniger wirr ist und hoffentlich umso richtiger ist!

1. Genie:

Hier setze ich jetzt mal mit Albert Einstein an. Da macht es auch Sinn, da es sich ja um ein �deutsches� Genie handelt, und Einstein ja eher Schweizer und oder US-Amerikaner ist. Den Wirkungskreis lege ich jetzt mal nach Zürich und die Schweiz allgemein.

2. Genie:

Ottmar Hitzfelds Ära in Dortmund endete mit dem 34. Spieltag der Saison 1997/19998 (weiterer Fehler, von der REdaktion berichtigt) am 9. Mai. Dieses Ende der Ära jährt sich nun also zum zehnten mal. Auch er kommt aus dem Dreiländereck, war in der Schweiz und auch Zürich Trainer usw � also gleiche Gegend.

Der Sohn:

Der Sohn von Albert Einstein, Hans Albert Einstein studierte Ingenieurwissenschaften an der ETH Zürich. Hier erlangte er 1926 sein Diplom und 1936 seinen Doktor. Danach arbeitete er kurzzeitig bis zu seiner Emigration in die USA in Dortmund als Ingenieur für Stahlbau. In dieses kurzes Intermezzo fällt auch ein Bauvorhaben des BVB bei dem er dem damaligen Trainer des BVB beratend zur Seite stand.

Der Trainer:

Es handelt sich also um Fritz Thelen oder Ferdl Swatosch, die in diesem Zeitraum den BVB trainierten.

Diese Lösung ist natürlich genauso falsch. Die richtig Lösung lautet Ernst Middendorp, der Lösungsweg liegt ja dann auf der Hand!

Spektakuläre Neuverpflichtung

Veröffentlicht in Jan von Liv erklärt die Welt am Mai 20, 2009 von schnurzeletti

Gegrüßt seist Du, wertes Bichumfeld,

heute haben wir die große Ehre unseren Fans, Freunden, Förderern sowie der sicherlich zahlreich mitlesenden Qualitätsjournalie unsere bisher spektakulärste Neuverpflichtung im Bich Clan vorzustellen. Beovr wir das große Geheimnis lüften, lassen wir noch einmal kurz die Historie der berühmten Vierlinge Revue passieren:

Handelt es sich anfangs lediglich um vier etwa gleichalte Brüder, deren Wunsch es war berühmt zu werden und ihr Hobby zum Beruf zu machen, wurde nach den großen Erfolgen der späten Achtziger, das Bich-Kompentenzteam stetig erweitert. So gesellten sich in der Zwischenzeit der Rabe Pflückebeutel, der mittlerweise entlassene Notar und Jura Professor Ben Jo Gerner, sein Nachfolger der heilige Gerhardis sowie der Lieblingssuperheld Bier Gerdi zu den Bichsen, die mittlerweile auch von diversen weiblichen Grupies umringt werden. Ein kurzes Intermezzo war auch die Rückkehr der Bich Schwester, dem lange verschollenen Vieh Bich, bevor sich diese erneut erneut aufmachte um die Welt der paarungswilligen, elliptischen Kurven zu erkunden.

Trotz dieser Neuerungen konnte der allseits beliebte Wunderblog in letzter Zeit nur noch mit mäßig intellektuellen Themen aufwarten,und schien sich schleichend in eine Plattform für den Unterschichtensport Fußball zu verwandeln. Diese Entwicklung ist nicht hinnehmbar und gehört ab heute hoffentlich der Vergangenheit an. Schleißlich konnten wir gestern den schlauesten Menschen der Welt für uns gewinnen und präsnetieren nun in unregelmäßigen Abständen unsere neue Kolummne „Jan von Liv erklärt die Welt“.

Wer sich einmal ein Bild von der geistigen Brillianz dieses Mannes machen will, der betrachte das Video der letzten Ausgabe von „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs (insbesondere ab Minute 09:00)“ oder lese gleich seinen ersten Artikel (selbstverständlich in handlichem pdf-Format), der uns Unwissenden erläutert, wann Radler Radler, Alster Alster, Radler Alster und Alster Radler ist!

Endlich mal wieder ein Rätsel

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer am Mai 8, 2009 von Horst-Kevin

Die Taskforce Bilderrätsel hat das Gefühl, sich bei den Lesern des besten Blogs der Welt entschuldigen zu müssen. Allzu häufig haben wir es in den letzten Wochen versäumt, freitags ein Rätsel online zu stellen. Allerdings hatten die Vierlinge auch Stress: Ich zum Beispiel könnte jeden Tag 24 Stunden am Stück arbeiten, so sehr nimmt mich mein Studium in Anspruch. Da es den anderen 3 Jungs nicht anders geht, bei Kai-Uwe vermuten manche sogar, dass er einen neuen Studierrekord fürs Guinessbuch der Rekorde aufstellen möchte, waren wir einfach in den letzten Wochen nicht in der Lage unsere Leser wie gewohnt mit spannenden Rätseln zu versorgen. Dazu kommt noch der unglaublich hohe Druck der auf uns lastet, da wir ja unsere gesamte Familie ernähren müssen. Wirklich keine einfache Situation, aber jetzt ist die Talsohle so langsam durchschritten und wir geloben hoch und heilig, dass es aufwärts gehen wird. Das Rätsel dieser Woche ist wieder einmal besonders schön. Gesucht ist ein deutscher Fußballtrainer. Da man ihn auf unserem Bild vielleicht nicht sofort erkennt hier noch ein kleiner Hinweis: Die von uns gesuchte Person wurde von dem Sohn eines der größten „deutschen“ Genies unterrichtet. Dieses Genie hat sich so bewährt, dass wir es später noch mal mit einem zweiten Genie aus der gleichen Gegend probiert haben, welches durch sein Wirken eine Ära einleitete, deren Ende sich heute wieder einmal jährt. Viel Spaß beim Grübeln, dem Sieger winkt mal wieder ein T-Shirt!

Zahlreiche Lösungsvorschläge erwarten wir unter bilderraetsel@bichvierlinge.de – bitte mit Lösungsweg für etwaige Teilpunkte…

raetselEure Euch liebenden Bichs.

Magischer, unbesiegbarer Ballspielverein

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , , , , , , am Mai 4, 2009 von schnurzeletti

„Hallo, Welcome, Bonsoir, Ciao – willkommen zu unserer Bärenschau. Machts Euch jetzt so bequem wie möglich, denn was nun folgt ist so unsäglich.“

Die Einleitung überlassen wir heute einfach mal getrost unserem Freund Käpt’n Blaubär -  sicher ähnlich bekannt aus Funk & Fernsehen wie unser Vieraugenjunge – und können dann gewohnt eloquent den Bogen zu unser aller Lieblingsfreizeitgestaltung schlagen. Seit genau 17.21 am Samstag ist endlich wieder Gewißheit, dass der magische Ballspielverein nicht nur wieder heftigtst an der Tür zur Euroliga rüttelt sondern zur Freude aller mindestens mäßig intelligenten Menschen wieder vor den Bildungsverweigern aus der Müllkippe des Ruhrreviers steht. Gloria und Hurra!

Die beiden semiästhetischen Bichs entschieden sich heute für die Anreise mit dem vom Messias organisierten Sonderzug, eine weise Entscheidung da man so doch tatsächliche erholsame 120 Minuten seiner zweiten Obsession, dem 1. FC Pennematz, beiwohnen konnte.  Grund für meine Ausgeschlafenheit am Samstag morgen war der Geburtstag des tapferen Rächers der Gerechten, der selbstverständlich erst um 4.15 in der Frühe beendet war, als sich auch der letzte Rabe flux gen Heimat flog.

Pünktlich um 7 weckte mich dann endlich das sanfte, engelsgleiche Piepen meines Weckers und ich machte mich per ÖPNV auf in die Bierhauptstadt. Wie erwartet konnte ich keinerlei Schlaf im Zug nachholen, zu substantiell waren die dort geführten Gespräche. Es macht doch immer wieder Spaß mit seinen Freunden zum Spiel zu reisen, sich gegenseitig hochzuschaukeln und selbstverständlich Jürgen Klopp zu feiern. Einen Personenschaden (pragmatisches Beamtendeutsch eben) später erreichten wir mit geringfügiger Verspätung die Hauptstadt des Verbrechens, wo unsere guten Freunde und Helfer von der BFE uns empfingen und erstaunlicherweise ohne weitere sinnlose Willkürmaßnahmen zum Stadion geleiteten.

Das Spiel hätte eigentlich ein klassisches 0:0 sein müssen, zu lethargisch waren die Frankfurter zu schwach unsere Wunderstürmer und zu aufmerksam der Frankfurter Torhüter. Trotzdem peitschte der schwarzgelbe Anhang auf hinter dem Tor den BVB unermüdlich nach vorne. Zu euphorisch war man nach den zurückliegenden Erfolgen, zu sehr spielte man auf den anderen Plätzen für uns. In der 80. Minute sollte sich dann endlich die Behaarlichkeit von Trainer, Team und Fans auszahlen, der Messias hatte mit seinen Wunderhänden den Wunderstürmer Mohammed Zidan gebracht, der mit seinem Wunderbein nach wundervollen Trick eiskalt vollstreckte. Der Gästeblock explodierte nun förmlich, das 2:0 war nur noch das Sahnehäubchen auf dem schwarzgelben Glückskeks…

Müßig zu erwähnen, dass man von den Frankfurter Überultras heute so gut wie nichts vernahm, hätten sie auch das ganze Spiel am Gästeblock rumhängen können, um zu versuchen ihre Fahnen zurückzuerobern… ;-) . Da das Bichumfeld selber weder sportlich noch verschlagen genug ist, um dieses Fahnespiel mitzumachen, wollen wir uns aber (zumindest bis auf die kleine Spitze im nächsten Satz)  sonst jeglichen Kommentar zum (virtuellen) Aufreger des Tages sparen und bitten auch alle anderen, erstmal die Stellungnahme der Betreffenden abzuwarten. Vielleicht wird ja auch die Frage beantwortet, warum man wegen eines Halstuchs wissentlich ein Stadionverbot riskiert…

Nach dem Spiel gabs es keine weiteren Vorkommnisse, sieht man mal von den unendlich mutigen Gestalten auf beiden Seiten der Polizeikette ab, die sich wie wild bepöbelten. Endlich mal Fans mit den Herzen von Löwen, die sicherlich ihre Worten auch Taten hätten Folgen lassen, wäre die BFE mal kurz auf acht Cola und acht Bier in die Kneipe nebean gegangen.

Apropos Cola und Bier, beides gabs auf der Rückfahrt im gut gefüllten Zug nicht in ausreichender Menge, so dass wir völlig ausgedörrt wieder in Dortmund City ankamen. Selbst unser trinkfester Kettenraucher von der Erdnußbank war erstaunlich nüchtern, so dass wir ohne Vorkommnisse recht bald den Rückweg in die Kulturhauptstadt antreten konnten, wo erstmal ein elfstündiger Pennematz „zu gefallen wußte“.

So lange und für immer BVB!