Archiv für Dezember, 2008

Vorweihnachtsstress…

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , , , , am Dezember 16, 2008 von schnurzeletti

Wer kennt es nicht aus eigener Erfahrung? Der heilige Abend nähert sich unaufhaltsam, die Stimmung um einen herum wird immer besinnlicher, dicke rote Kerzen und Tannenzweigenduft betören Sinne, was liegt da näher als ein romantisches Wochenende voller Fußball? Selbstverständlich nichts, also machten sich die beiden vollschlanken Bichs am vergangenen Freitag bereits am frühen Nachmittag auf in die Bierhauptstadt, wo unsere Borussia heute den sogenannten Mythos aus der Nähe von Rheydt empfangen sollte. Versiert quetschten sich Herwig und Kai-Uwe zwischen die spießigen Frühfeierabendmacher, die ackernden Hafendirnen und die kecken Weihnachtsmarktbesucher. Aufgrund der frühen Abfahrtszeit blieb man glücklicherweise vom üblichen Kuttenterror verschont, lediglich ein Gladbacher gesellte sich in unserer Eliteabteil, außer ein paar misstrauischen Blicken wurden aber keine weiteren Nettigkeiten ausgetauscht. Apropos nett: der liebende ältere Bruder hatte extra für den vergesslichen Kai-Uwe einen zusätzlichen Schal mitgebracht, damit dieser am unkommerziellen Schal-lalala Tag nicht frieren musste. Dementsprechend zierte der Name des weltbesten Sportdirektors, Kapitäns und Elfmeterschützen den Hals des allseits bewunderten Vieraugenjunges.

Direkt nach der Ankunft in Dortmund eilten wir zur ultrigsten Kneipe statt, wo wir die liebevoll gezapften Getränke des Steineschmeißers entgegennahmen. Nach kurzem Aufenthalt ging es dann mit Zwischenstopp im Kreuzviertel zügig gen Stadion, wollte man doch nicht die einzigartige Werbeshow vor dem Anpfiff verpassen. Das Spiel ist schnell erzählt. Trotz einer frühen rote Karte konnte der BVB das Spiel dominieren und gewann verdient mit 2:1, wobei die falsche Borussia das Spiel nach dem Anschlusstreffer noch einmal spannend machen konnte. Leider zeigte sich die Südtribüne heute mal wieder von ihrer lethargischen Seite, statt die Mannschaft nach vorne zu peitschen und ihr als „elfter Mann“ beizustehen, zeichnete sich die gelbe Wand eher durch Schweigen oder unsinnigem Gepöbel gegenüber den Unaussprechlichen aus. Schade – eine engagierte Tribüne hätte es heute für die Mannschaft sicherlich leichter gemacht. Immerhin wissen wir nun, welche Vorsätze wir für das neue Jahr fassen müssen, nämlich zuhause eine ähnliche Ekstase zu erzeugen wie es häufig auswärts der Fall. Vielleicht sollte sich der ein oder andere Fan auchmal überlegen, ob er nicht auf der Tribüne zum Gelingen des Spiels beitragen möchte, anstatt passiv unter der Süd vor dem TV sein Bier zu trinken. Dieses kriegt man bestimmt in jeder Kneipe günstiger und leckerer…

Nach dem Spiel trafen sich die sogenannten Fans in Anführungszeichen noch wie früher in unserer ehemaligen Stammkneipe, wo leider aufgrund von Platzmangel nie ganz die Stimmung vergangener Tage entstand. Trotzdem ein geselliger Abend im Kreise seiner Freunde, können wir gerne bei Gelegenheit wiederholen!

Vernünftig wie immer machten sich die Bichs dann auch zeitnah auf den Heimweg, schließlich lud der Vieraugenbich am nächsten Morgen um 11.00 Uhr zum Frühstück. Diese Gelegenheit wollte sich auch der bullige Nichtraucher aus Oberhausen nicht entgehen lassen und entschied sich dafür nach Bier rein im GT und Bier raus vor dem GT sofort bei Kai-Uwe zu nächtigen.

Auch Herwig traf überpünktlich 45 Minuten nach der vereinbarten Zeit ein und so konnten sich die anwesenden Rennfahrer endlich dem rohem Fleischkonsum widmen und das obligatorische Konterbier zu sich nehmen. Viel zu spät machte sich dann die illustre Reisegruppe auf zum Georg Melches Stadion, um dem Spitzenspiel der vierten Liga zwischen Essen und den Amateuren vom BVB beizuwohnen.. Nach einem Fußmarsch, dessen enorme Länge weder Worte noch Bilder beschreiben können, betraten wir pünktlich zum Anpfiff das Stadion, wo wir Zeuge des spannendsten Spiel der Hinrunde wurden, zumindest in der vierten Liga, das Derby und das Spiel in Udine weiß ich noch immer nicht richtig einzuschätzen. Ein 2:0 Vorsprung der Guten zur Halbzeit, egalisierten die Essener nach der Pause und konnten sogar in Führung gehen. In der 88. Minute, als es schon so aussah, das die wichtigen Punkte im Aufstiegsrennen in der Kulturhauptstadt bleiben würden, setzten unsere Amas mit zwei Sonntagsschüssen für die Entscheidung und versetzten den gut gefüllten Gästeblock in Ekstase.

Überhaupt hatten wir das Stadion gesanglich fest im Griff, über 90 Minuten kreative, lautstarke Unterstüzung der Mannschaft. Einziger Kritikpunkt, wenn überhaupt, dass zumindest meinem Empfinden nach, manche Lieder einfach zu lange gesungen werden. Highlight sicherlich nach dem Schlusspfiff die gemeinsame Feier mit unseren Jungs. Diese Emotionen und diese Freude der Spieler kommen einfach von Herzen – eine Wohltat für jede Fanseele in Zeiten des modernen Fußballs. Essen wie immer in letzter Zeit, eine Söldnermannschaft und oberultrige Supercasuals, die immerhin eins gemeinsam haben (also Team und Ultras) nämlich keine Mentalität, anders kann ich mir die völlig uninspirierende Nachmacherei in der Ostkurve nicht erklären. Warum will man nicht  unbedingt auch in der vierten Liga seine eigenen Lieder singen, statt die Hoffenheim/S05 Einheitsbrei nachzuahmen. *gähn* Die Hafenstraße ist wirklich tot und stellt sich nicht bald sportlicher Erfolg ein, wird das wohl auch nicht mehr zu ändern sein.

Nachdem Spiel kutschierten uns die bereitgestellten Busse über fantasievolle Wege zur Baustelle HBF, wo man von der „Polizei“ gewohnt zuvorkommend behandelt wurde und nach kurzer Diskussion auch tatsächlich den HBF gen Heimat verlassen durfte.

Das Wochenende ließen dreiviertel der Bichs dann auf gewohnte Weise ausklingen, etwas Bier, etwas Musik, ein kleiner Döner mit Snör Bertram waren die einzigen erwähnenswerten Dinge, keinesfalls hat ein Rabe nur durch sein Gewicht einen Stuhl zerstört und dieser Rabe würde auch niemals vor eine unserer Lieblingskneipen kotzen. Zum Glück, so musste niemand nach einem Schuldigen suchen…

Super BVB!

2. Hinweis zum Weihnachtsbichteln

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , , am Dezember 15, 2008 von schnurzeletti

Werte Blogbesucher,

Aufgrund der Resonanz (ob positiv oder negativ verraten wir an dieser Stelle nicht) erlauben wir unseren Lesern auch weiterhin zu bichteln. Der vorweihnachtliche Spaß endet nun am Donnerstag, dem 18.12 um 24.00 Uhr. Bitte sendet fleißig weitere Kommentare ein, diese werden dann am Freitag veröffentlicht. Danach wird sich der Expertenjury zusammensetzen und den Sieger küren…

In Liebe

Eure Bichs

Ultra’ Mathefachschaft

Veröffentlicht in VerbicheneGeschichten am Dezember 13, 2008 von vierauge

Von dieser Stelle nochmal einen besonderen Dank an unsere Ultras. Sie riskieren Tag für Tag ALLES für den Verein, auch auf der Straße. Gegen Tannengrün waren Sie mehr als entschlossen, es knallte kurz aber heftig. Team Green verhinderte, dass Snörbi und Katze noch den Banner rippten. Allerdings verschenke TG noch ein paar Schals, so siegte die Fachschaft nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen und der Straße.

Hinweis zum Weihnachtsbichteln

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags am Dezember 12, 2008 von bichvierlinge

Werte Leser des besten Bichblogs auf diesem Erdenkreis,
wir möchten euch darauf hinweisen, dass wir eure zahlreichen (virtuellen) Geschenkideen nicht direkt veröffentlichen, sondern diese erst sammeln und dann mit einem Schock-Aus präsentieren. Daher bitten wir euch um etwas Geduld.

Eure Vierlinge

Auf der Alm, da steht ne Kuh

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , am Dezember 9, 2008 von schnurzeletti

Dienstags muss man, wie der Name schon sagt, Dienst an seinem Blog leisten und so kann ich unsere stetigen wachsenden Fangemeinde endlich an unseren Erlebnissen des abgelaufenen Wochenendes teilhaben lassen. Nachdem Horst Kevin und ich die letzten Minuten unserer stressigen Woche mit dem Ausrufen des diesjährigen Gammelbichtelns totgeschlagen hatten, konnten wir endlich die wohlverdienten freien Tage einläuten. Passend zum Nikolausabend hatte auch der Mutterbich geladen, wo sich immerhin Kai Uwe und Herwig opulent beschenken ließen. Besonders der braune Konsumgutschein mit der Zahl der in GE kürzlich versäumten Meisterschaften „wusste zu gefallen“. Selbstverständlich waren wir uns der Aufgabe bewusst, unseren Beitrag zur Lösung der Finanzkrise zu leisten und nun fleißig die Wirtschaft anzukurbeln.

Leider gestaltete es sich als gar nicht so einfach die passende Wirtschaft zu finden, spielten doch heute duellierten sich doch heute die beiden Traditionsvereine von 1899 und 1900. Endlich war mal wieder ein Hauch der supidupi Poldischweiniestimmung in Essens Kneipenszene zu spüren – einfach zu schön, um wahr zu sein. So beehrten im Laufe des Abends immerhin 3/4 der Bichs meinen Nachbarn, bevors zur Geisterstunde zur vollständigen Familienzusammenführung in unserer Lieblingswirtschaft kam. Erstaunlicherweise siegte an diesigem Abend tatsächlich die Vernunft gegen den Durst, so dass ich schon angenehm früh meinen Pennematzschichtdienst antreten konnte.

Dementsprechend durfte ich auch nach nach siebenstündiger Schicht meine Lochkarte stempeln und mich voll und ganz dem wichtigsten Ereignis des Wochenendes widmen. Im letzten Bundesligaauswärtsspiel gastierten unsere Helden in schwarz und gelb heute in Bielefeld, den üblichen Witz verkneife ich mir einfach aus Rücksichtnahme. Schon am Vorabend hörte man, dass die Sicherheitsbehörden unserer freiheitlich grundgeordneten Bundesrepublik erneut unsere Freunde von der BFE zur Überwachung einsetzen wollte, was selbstverständlich dazu führte, dass wir uns zu einer unauffälligen Individualanreise entschieden.

Ganz entspannt und völlig ohne ungewollte Begleitung erreichten wir Bielefeld, wo sich unsere kleine, aber feine Reisegruppe in der erstbesten Pinte erstmal dem widmete, was sie am besten konnte… (in seinem Alter erstaunlich gut aussehen, rauchen, Trinkgeld geben, Klimaanlagen ausbauen, mit seinem Rollator herumtollen, Zweiaugenjungen nachmachen, bzw. neu sein – ein Sonderpreis erhält derjenige, der anhand der Hinweise die Reisegruppe benennen kann…)

Da die Zeit wie im Fluge verging, machten wir uns schon bald in Richtung Alm auf, einst dem Stadion mit dem mit Abstand schlechtestem Gästeblock. Hier wurde man jedoch positiv überrascht, die Umbaumaßnahmen sind abgeschlossen und tatsächlich kann man im neuen Gästeblock endlich das komplette Spielfeld überblicken. Dazu spendierte die Arminia auch noch ein Dach, wahrscheinlich will man wenigsten ab und zu mal etwas akustisches in der ostwestfälischen Tristesse vernehmen, der eigene Anhang kann offenbar nichts anderes als den eigenen Stadtnamen brüllen. Der BVB Tross, war wie in letzter Zeit auswärts üblich, wieder ordentlich aufgelegt und schmetterte den Einheimischen das bekannte Liedgut um die Ohren. Insbesondere der neue Hit auf Melodie von „Im Wagen vor mir“ erfreute sich außerordentlicher Beliebtheit, ein echter Ohrwurm!

Leider konnte der Funke nicht auf unsere Truppe überspringen, trotzdem reichte es gegen stärkere Bielefelder erneut zu einem Punktgewinn, schon wieder ohne Gegentor. Erfreulich, vor Jahresfrist hätten wir hier, genauso wie in der Vorwoche, sicherlich noch als Verlierer den Platz verlassen. Vielleicht können wir zum Jahresabschluss noch dem sogenannten Mythos noch mit null Punkten nach Hause schicken und fernab jeglicher Sorgen überwintern. Wäre doch, gerade nach den letzten beiden Jahren, mal ein angenehmes Weihnachtsgeschenk.

Nachdem Spiel ging es ungeschlossen Richtung Bahnhof, wo wir natürlich noch alle anderen Dortmunder aus den Augen verloren und somit völlig entspannt mit den Bielefeldern ein Zugabteil teilen durften. Highlight auf der Rückfahrt war selbstverständlich der sympathische Flaschensammler, der doch tatsächlich nicht nur das Leergut einsammelt, sondern zur Freude aller auch Vollgut zu Tankstellenpreisen verkauft, da kann man doch nur zuschlagen.

In Dortmund traf ich noch schnell mit Dortmunds jeckstem Dänen, dem ich eine Nachhilfestunde im Glühwein kochen versprochen hatte. Diese meisterten wir eindrucksvoll und somit konnte ich mich von Chauffeur Ewald bereits weit nach Mitternacht gen Heimat kutschieren lassen.

Wir folgen Dir, egal wohin es geht…!

Und ich bin wieder mal arbeitsloslos…

Veröffentlicht in Briefe an unsere Groupies mit Tags , , , , am Dezember 7, 2008 von jamesewaldbich

Mein Zwillingsbruder aus erster Ehe hat seit heute einen Vertrag mit dem Sportmagazin-Giganten „Reviersport“. Wens interessiert:

http://www.reviersport.de/68633—bvb-blog-tristesse-adventszeit.html

Es grüßt hochachtungsvoll

Euer G.Wald

PS: Ein besonderer Gruß geht an jenen Stalker, der mir bis auf den Dortmunder Weihnachtsmarkt nachstellte und mich dann in aller Öffentlichkeit bloßzustellen wusste. Dass er mir damit eine zwei Stunden andauernde Belagerung durch Mode-Bich-Groupies aller Nationen angedeihen ließ, muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden. Vorbei die besinnliche Zeit mit frommem Wunsch und Kinderpunsch. Als letzten Zufluchtsort wählte ich die Stube – ein Hort der Gastlichkeit in dem mich mein Bruder Herwig herzlich begrüßte. Gruß an H.Inni (Name vom Redakteur verändert) und alle die mich kennen

Weihnachtsbichteln

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , am Dezember 5, 2008 von Horst-Kevin

Wie jedes Jahr findet auch 2008 kurz vor Weihnachten wieder das traditionelle Gammelbichteln der Familie Bich statt. Dabei geht es darum, dass die Leser des elefantösesten Blogs der Welt den Bichs ein Weihnachtsgeschenk machen. Es gilt zu beachten, dass das Geschenk nicht mehr als einen Euro kosten soll und dass das Geschenk auch nicht wirklich eingekauft werden muss (aber gerne eingekauft werden kann), sondern es reicht ein „imaginäres Geschenk“, d. h. mit Link zu dem jeweiligen Shop. Das sinnloseste Geschenk wird dann von der – wer hätte es erwartet – vierköpfigen Jury bestimmt und zum Sieger gekürt. Dem Sieger winkt diesmal sogar voraussichtlich ein echter Preis, falls Herwig sich dazu durchringen kann, sein Sparschwein zu schlachten. Einsendungen bitte wie bei unseren Bilderrätseln per Kommentar, diesmal werden diese jedoch nicht veröffentlicht, bevor der Sieger nicht feststeht. Einsendeschluss ist um 0:00 Uhr am 12.12.Die Bichs wünschen allen viel Erfolg und hoffen auf eine rege Beteiligung!

Abschließend noch ein Wort zum Bilderrätsel der letzten Woche: Leider ist noch niemand auf die Lösung gekommen, obwohl die Vorschläge allesamt sehr gut waren, daher lassen wir euch noch eine Woche Zeit, bevor wir die Lösung veröffentlichen. Viel Spaß beim Rätseln!

Brutale-Fan-Einschläger

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , , , am Dezember 2, 2008 von schnurzeletti

Diesmal bin ich wirklich unschuldig, dass die Bichse erst am Dienstag ihre treuen Leser erneut unterhalten wollen. Die bereits weiter unten angedeuteten Ereignisse des Samstag Nachmittag hätten sonst zu höchstwahrscheinlich zu diversen strafbaren Beleidigungen und subversiven Tendenzen in Eurem Lieblingsblog geführt. Daher bevorzugte ich es, lieber noch eine zusätzliche Nacht zu schlafen. Daher kann ich nun etwas gelassener das vergangene Wochenende Revue passieren lassen.

Eigentlich stand das Wochenende unter einem guten Stern, erlaubten doch Fußballgott Snör Bertram und die Terminierung von DFB und DFL, dass man mal wieder zwei Spiele seines Lieblingsvereins besuchen konnte und zusätzlich auch am Samstag mal wieder ein neues Stadion besuchen konnte. Schließlich gastierten die Amateure bei der Wormatia aus Worms. Eigentlich wollten mit Kai Uwe und Herwig auch die Bichvieraugenbrüder gemeinsam mit Deutschlands billigster Bahnfahrkarte zu diesem Spiel reisen, leider verschlief Kai Uwe aber, wahrscheinlich wollte er lieber zum RWE fahren…

So reiste Herwig als einziger Bich, begleitet vom ältesten Fan Deutschlands, und einem ausgewähltem Teil der Dortmunder Amateurszene über Düsseldorf, Koblenz und Bingen in die Nibelungenstadt, die sich selbst als älteste Stadt Deutschlands bezeichnet. Begleitet wurden wir dabei von sogenannten „Polizisten“ in Anführungszeichen, einer BFE Einheit aus Sankt Augustin, deren Soldaten „Polizisten“ offensichtlich durchaus wissen, wie man den Einsatzmehrzweckstock richtig einsetzt. Dies demonstrierten sie auch prompt bei unserer Ankunft im HBF, da ich leider (oder zum Glück) die auslösende Situation nicht mitbekam, verweise ich hier erneut auf den Artikel im BVB Online Fanzine schwatzgelb.de. Sollte sich die Situation so zugetragen haben, kann man ja froh sein, dass wir über diese rechtsstaatliche Eliteeinheit verfügen, immerhin mal wieder ein paar Deutsche, die noch wissen, wie man Befehle ausführt. Leider sollte dies nicht der einzige Übergriff der „Polizei“ auf völlig friedliche Borussen an diesem Tage gewesen sein, mehr dazu in Kürze…

Eigentlich ist es auch eine Schande nicht näher auf Stadion, Spiel und Umfeld einzugehen, doch so schön der in letzter Minute errungene Sieg auch war, die negativen Ereignisse des Tages waren die prägenden und verdienen es hier zumindest niedergeschrieben zu werden.

Nach dem Spiel wurden wir am HBF erneut von der BFE eingekesselt und es wurde untersagt, sich vor Reiseantritt noch zu verpflegen. Da man solch willkürliche Maßnahmen allerdings als Fußballfan in Deutschland durchaus gewohnt ist, machten wir uns trotz allem recht zeitnah auf den Weg nach Mainz, wo wir eigentlich nur gen Koblenz umsteigen wollten. Leider vergaßen wir dabei, dass Mainz wohl neuerdings in China liegt und Fußballfans offensichtlich dort die verhassten Dissidenten sind. Entsprechend wurden wir neben den „Polizisten“ von der BFE noch von einer weiteren Hundertschaft in Empfang genommen. So standen die circa 80 tapferen Dortmunder Zugfahrer nun vor 200 „Polizisten“ umringt in der Heimat des Messias. Unverständlicherweise wollten sich nun einige von uns, fernab von Worms, in der Landeshauptstadt mit Essen und Getränken eindecken. Dies wussten die anwesenden „Polizisten“ aber eindrucksvoll zu verhindern und prügelten die Fans unter massivem Gewalteinsatz in den Regionalexpresss gen Koblenz.

Obwohl ich schon häufig beim Fußball massiv in meinen Grundrechten eingeschränkt wurde und schon häufig überzogene Einsätze der Exekutive erlebt habe, sprengen die Erlebnisse vom Wochenende alle mir bisher bekannten Grenzen. Die anwesenden Dortmunder gehörten zu den friedlichsten Vertretern unsere Fanszene und die „Polizei“ schlug tatsächlich auf jeden einzelnen ein, unabhängig von Alter oder Geschlecht. Etwas Erschreckenderes habe ich persönlich noch nie erlebt – so stelle ich mir die Mai Krawalle in Berlin vor.

Ein Wort noch zur Glaubwürdigkeit meines Berichtes. Hätte ich diesen Verlauf in einem der einschlägigen Internetforen oder in einem Fanzine gelesen, so hätte ich ihn auch nicht für möglich gehalten und immer gedacht, dass der Autor Tatsachen verschweigt. Zu sehr habe ich an die Rechtsstaatlichkeit, die Freiheit, die Verhältnismäßigkeit und auch an die Vernunft der Exekutive geglaubt, leider bin ich am Samstag in meinen Grundfesten erschüttert worden und blicke nun ratlos in die Zukunft. Definitiv befürworte ich, nicht erst seit dem Wochenende, ein Gesetz zur Kennzeichnung von „Polizeibeamten“, um die Identifizierung von Straftätern in Uniform zu erleichtern.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es zumindest für mich auf dem Rückweg zu keinen weiteren Vorkommnissen kam und ich meine Trauer über die Ereignisse noch in der Kneipe gegenüber wenig erfolgreich bekämpfte.

Bitte habt Verständnis dafür, dass ich erstmal keinen Wolfsburgbericht schreibe, hierfür verweise ich für den Augenblick auf den treuen Süden, der alle wesentlichen Punkte gut zusammenfasst (insbesondere den Scheiße 04 Teil) und für die Zukunft hoffentlich an den fleißigen Vieraugenbich.

Nur der BVB!

Großkampftag gegen Fußballfans

Veröffentlicht in Voll Sinn mit Tags , , , am Dezember 1, 2008 von schnurzeletti

Bevor ich die Geschehnisse des Wochenendes selber aufarbeiten kann, hier schonmal zwei Links, die dem Leser verdeutlichen, welche Zustände zur Zeit in Fußballdeutschland vorherrschen:

Beweis- und Festnahme Einheit aus Sankt Augustin verprügelt BVB Fans.

AKTUALISIERT:

Frankfurter Neue Presse kommentiert Verhältnismäßigkeit des Einsatzes und Auftreten der „Polizisten“

Über 200 Frankfurt Fans werden (grundlos!!!) in Bremen verhaftet.

Weihnachtsgebicht

Veröffentlicht in Pflückebeutels Abenteuer mit Tags , , , , , , am Dezember 1, 2008 von jamesewaldbich

Advent,  Advent, ein Bichtlein brennt,

erst eins, dann zwei, dann drei, dann Vier,

dann stehn vier Linge vor der Tür.


Sie hat in jener dunklen Nacht,

Vierlinge auf die Welt gebracht.

Unser Dank gilt nun Frau Bich,

gefeiert wird das rullichlich.

Doch fehlt ein Anfang der Geschicht,

und das verträgt der Leser nicht.

Drum fangen wir von vorne an

und nehmen jeden einzeln dran:

Der eine Bich ist einfach fett,

der zweite Bich ist sehr adrett,

der dritte Bich ist wirklich nett,

der vierte Bich hat ein am Brett.

Der Vierer-Wurf geschah im Dunkel

einer kleinen Hütte.

Und was sieht das Auge da?

Ein Kripplein in der Mitte!

Vier Linge zappeln dort umher,

die Mutter ist gelassen.

Doch wer zum Teufel hat

drei Jecken reingelassen?

Ein jeder der drei Könige

bringt Mittel gegen Fett.

Doch drei zu vier das passt nicht gut,

und ein Bich blieb im Bett.

Gemeinsam treten Sie oft auf,

die Dinge nehmen ihren Lauf.

Zwölf-Deckel Trick und viel Geschick,

verhelfen dann zum großen Glück.

So kommt zusamm am Weihnachtstag,

der eine Bich der Braten mag,

der zweite Bich der Raten mag,

der dritte Bich der Spaten mag,

und auch der Kai-Uwe.

In trauter Rund am Rullich-Tisch

Da schockt es sich gar weihnachtlisch.

Die Würfel fallen gar nicht gut

für Uns-Kai-Uwe… der zeigt Wut

Doch lässt er sich nicht leicht verfangen

von Ewald sein Gewalt-Verlangen.

Drum trinken sie und kämpfen nich,

denn das, das tut ein wahrer Bich.

Advent, Advent, ein Bichtlein brennt,

erst eins, dann zwei, dann drei, dann Vier,

dann stehn vier Linge vor der Tür.

Drum verkündig ich sehr froh:

Frohe Weihnacht! Ho Ho Ho!